Leider enttäuschend für mich

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isbel Avatar

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Ich hatte letztes Jahr ständig Werbung von einer App bei Insta, wo man in Spicy Gestaltwandlerbücher reinlesen konnte. Die meisten Geschichten waren allerdings furchtbar geschrieben, trotzdem weckten sie in mir den Wunsch, so eine Story in richtig gut zu lesen. Als ich dann „Rabid“ bei Vorablesen entdeckte und mir Klappentext und die Leseprobe auch gefiel, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen musste.

Ich finde den Start auch immer noch gelungen, aber im Laufe des Lesen ließ meine Begeisterung nach. Seneca fand ich zu Beginn als starken Charakter. Jemand, der die Rudelführung hinterfragt und sich auch mit Wolf nicht einfach ihrem Alpha unterwerfen will. Ihre Wut und Verzweiflung sind ein Grundton, der zu Beginn gut passt, aber im Laufe der Geschichte sich auch entwickeln sollte. Diese Entwicklung habe ich allerdings nicht gesehen. Ich fand Senecas Selbstmitleid, ihre Wut auf alles irgendwann nervig. Da half es auch nicht, dass sie auf alles und jeden mit Abneigung reagiert, aber eine Handlung oder kurze Erklärung zu einer schnellen kompletten Änderung dieser Abneigung führt. Das fand ich nicht glaubwürdig.

Die Beziehung zu Tyran war von der Wolfsseite aus glaubwürdig. Das sich die menschliche Seite allerdings auch innerhalb weniger Tage verliebte, ich weiß nicht. Das kam bei mir emotionsmäßig nicht an. Allerdings fand ich die Spice-Szenen schlecht geschrieben und die „Knoten“-Sache dabei, war für mich eher erschreckend und auch irgendwie unlogisch.
Spoiler: Was ich am Sex unlogisch fand
Ich meine, wenn die Sex haben, entsteht ein Knoten. Und die können sich dann erst wieder trennen, wenn die Frau genügend Orgasmen hatte, um diesen Knoten leerzupumpen. Ziemlich unpraktisch. Wenn ich also jemand verpartnerten umbringen möchte, warte ich einfach nur, bis die Sex haben. Und schwupps, Keine Gegenwehr. Ich hatte das zawr dann auch gegooglet, und bei Wölfen passiert sowas sogar. Aber in der menschlichen Gestalt?

In der Handlung selbst ging es einmal darum, dass Seneca mit sich selbst Frieden findet und um den Konflikt zu ihrem alten Rudel. Ersteres habe ich oben schon erwähnt. Bei der anderen Sache muss ich sagen, dass das alles ziemlich grausam ist. Ich habe mich auf die Abrechnung mit dem Rudel gefreut. Auf das Zerreißen und Töten. Allerdings habe ich mich auch gefragt, ob die Handlungen von Burke und seinen Betas zum Instinkt eines Wolfes passt. Die menschliche Seite scheint bei dem Alpha und seinen Betas deutlich mehr sagen zu haben als deren Wölfe. Dabei verstand ich den Flux und die Vereinigung von Mensch und Wolfsgeist so, dass zwei gleichberechtigte Seelen im Körper wohnen.

Alles in allem warte ich jetzt immer noch auf ein richtig gutes Gestaltwandler Buch.