Spicy, darke Romantasy mit Werwölfen

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Rabid ist eine darke Romantasy mit Werwolf-Gestaltwandlern von Ivy Asher und Raven Kennedy und wurde von Barbara Ostrop übersetzt. Es handelt sich um einen Einzelband, was ich sehr angenehm finde, wenn man sich nicht für eine ganze Reihe committen möchte. Auch um das Genre einmal auszuprobieren, kann dies ein gutes Argument sein.

Ich empfehle bei Bedarf, da das Buch durchaus schwere Themen behandelt, vorab die Content Notes zu lesen, die ich sehr gelungen finde, auch wenn sie natürlich spoilern.

Ich mochte Seneca als Protagonistin sehr und habe mit ihr gelitten und mitgefiebert. Ich fand besonders ihre Entwicklung schön anzusehen, wie sie den toxischen und gewaltvollen Strukturen entkommt und ihr wahres Ich und echte Verbundenheit findet. Verbundenheit in sich selbst, einer Partnerschaft und einem ganzen Rudel.

Spannend fand ich die Umsetzung der Gestaltwandlung, die erst durch ein Ritual und die Verbindung mit einem Wolfsgeist möglich ist. Dabei haben Mensch und Wolf ein Eigenleben und müssen erst zueinanderfinden, was sich bei Seneca durch die Umstände des Rituals besonders schwierig gestaltet. Denn ihr Wille und der ihrer Wölfin könnten nicht gegensätzlicher sein. Doch wer kann ahnen, dass gerade Tyran, der monströse Alpha eines wilden Rudels, genau diese Gegensätzlichkeiten zusammenführt?

Die Handlung war durchgehend spannend und ich bin in gutem Lesefluss durch die Seiten geflogen. Allerdings hat mich der viele, abwechslungsreiche Spice immer wieder aus diesem Lesefluss rausgeworfen, was aber natürlich eine persönliche Abneigung ist. Wer Spice liebt oder weiß, was ein "Knoten" ist, könnte mit Rabid auf seine Kosten kommen.

Von mir bekommt Rabid definitiv eine Empfehlung, auch wenn es aufgrund persönlicher Abzüge für mich nicht zu einem Highlight gereicht hat.