Spicy Werwolf-Romance mit Schwächen

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julieflamingo Avatar

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Seit Twilight habe ich eine Schwäche für Werwölfe, und da ich schon lange kein entsprechendes Buch mehr gelesen hatte, konnte ich an Rabit nicht vorbeigehen.

Mich erwarteten Spannung, Spice und Emotionen und ich hatte insgesamt eine richtig gute Lesezeit. Ganz perfekt war sie leider nicht, aber der Reihe nach: Seneca darf endlich ihren Werwolf empfangen, doch kurz zuvor stirbt ihre Mutter, ihre einzige Bezugsperson. Ihr Rudel ist zudem brutal, der Alpha widerlich. All das, gepaart mit dem Wunsch nach einem besseren Leben, treibt sie an. Besonders zu Beginn konnte ich Seneca sehr gut verstehen. Was ihr widerfährt, wird greifbar dargestellt, und ich konnte manches kaum fassen. Ich mag es, wenn Protagonistinnen nicht perfekt sind und das habe ich hier definitiv gefunden.

Das erste Drittel des Buches war wirklich stark, die letzten zwei Drittel konnten für mich leider nicht ganz mithalten. Der Spice nahm stellenweise etwas überhand (wenn auch gut geschrieben), während die Tiefe der Charaktere zu kurz kam. Spannung, sowohl in der Handlung als auch zwischen den Charakteren, war definitiv vorhanden, dennoch hätte ich mir zB ein stärkeres Rudelgefühl gewünscht. Auch die Beziehung zwischen Seneca und ihrem Wolf wurde für mich nicht ausreichend ausgearbeitet.

Trotzdem hatte ich eine gute Lesezeit, aber es blieb spürbar Potenzial liegen. Klar, es handelt sich um einen Einzelband und das Worldbuilding ist entsprechend begrenzt, dennoch hätte dem Buch etwas mehr Inhalt gutgetan.