Wild und wahr
Rabid hat mich von der ersten Seite an gepackt – nicht wegen eines gigantischen Twists, sondern wegen dieser rohen, atemlosen Energie, die durch jede Szene läuft. Es fühlt sich an, als würde man mit bloßen Füßen über kalten Boden rennen: gefährlich, befreiend, ganz nah dran. Ich liebe Geschichten, in denen eine Heldin nicht „perfekt stark“ ist, sondern furchtlos und verletzlich, wütend und voller Herz. Genau so wirkt sie hier: ungezähmt, aber niemals kopflos. Ich habe jede ihrer Entscheidungen mitgefühlt – auch die unbequemen.
Die Welt ist hart, körperlich, manchmal brutal, und trotzdem gibt es diese leisen Momente, in denen Nähe möglich wird: ein Blick, eine Hand, die kurz länger bleibt, als sie sollte. Die Dynamik zwischen den Figuren hat für mich exakt den Sweet Spot getroffen: Spannung, Reibung, Humor – und ein Knistern, das nicht mit Paukenschlag kommt, sondern unter der Haut wächst. „Found Family“ schimmert durch, ohne je zur Floskel zu werden.
Sprachlich spielt das Buch auf zwei Ebenen: kantig und direkt, wenn es um Kampf, Flucht, Überleben geht; beinahe poetisch, wenn Schuld, Sehnsucht und Selbstbehauptung verhandelt werden. Ich mochte, wie viel gezeigt und wie wenig tot-erklärt wird. Action hat Gewicht, Konsequenzen bleiben nicht theoretisch.
Kleiner Wunsch für mich persönlich: Im ersten Drittel prasseln Begriffe und Regeln teils sehr schnell aufeinander – ich hätte mir hier einen Hauch mehr Orientierung (oder eine kompakte Übersicht) gewünscht. Und an zwei Stellen wiederholt sich die innere Stimme minimal. Nichts, was mich rausgeworfen hätte, eher Notizen am Rand.
Unterm Strich ist Rabid für mich genau das: eine wilde, kompromisslose Romantasy, die nicht um Erlaubnis bittet, sondern ihre Spur zieht. Ich habe mitgefiebert, die Zähne zusammengebissen – und mich dabei erwischt, wie ich langsamer gelesen habe, um länger in dieser Welt zu bleiben. Der nächste Band? Bitte sofort.
Die Welt ist hart, körperlich, manchmal brutal, und trotzdem gibt es diese leisen Momente, in denen Nähe möglich wird: ein Blick, eine Hand, die kurz länger bleibt, als sie sollte. Die Dynamik zwischen den Figuren hat für mich exakt den Sweet Spot getroffen: Spannung, Reibung, Humor – und ein Knistern, das nicht mit Paukenschlag kommt, sondern unter der Haut wächst. „Found Family“ schimmert durch, ohne je zur Floskel zu werden.
Sprachlich spielt das Buch auf zwei Ebenen: kantig und direkt, wenn es um Kampf, Flucht, Überleben geht; beinahe poetisch, wenn Schuld, Sehnsucht und Selbstbehauptung verhandelt werden. Ich mochte, wie viel gezeigt und wie wenig tot-erklärt wird. Action hat Gewicht, Konsequenzen bleiben nicht theoretisch.
Kleiner Wunsch für mich persönlich: Im ersten Drittel prasseln Begriffe und Regeln teils sehr schnell aufeinander – ich hätte mir hier einen Hauch mehr Orientierung (oder eine kompakte Übersicht) gewünscht. Und an zwei Stellen wiederholt sich die innere Stimme minimal. Nichts, was mich rausgeworfen hätte, eher Notizen am Rand.
Unterm Strich ist Rabid für mich genau das: eine wilde, kompromisslose Romantasy, die nicht um Erlaubnis bittet, sondern ihre Spur zieht. Ich habe mitgefiebert, die Zähne zusammengebissen – und mich dabei erwischt, wie ich langsamer gelesen habe, um länger in dieser Welt zu bleiben. Der nächste Band? Bitte sofort.