Rauhnächte, Gedankenkarussell und eine Menge Fragen

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apfelmaus Avatar

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Ich mochte Luise in der Leseprobe direkt. Vor allem ihre eher skeptische Art fand ich sympathisch. Dass sie mit den ganzen Rauhnächte-Ritualen erstmal überhaupt nichts anfangen kann, hat für mich die Geschichte angenehm bodenständig gemacht. Gleichzeitig merkt man ziemlich schnell, dass hinter ihrer Ablehnung mehr steckt und sie mit etwas zu kämpfen hat.

Die Stellen mit den Verboten rund um die Rauhnächte fand ich teilweise wirklich witzig, besonders Luises Gedanken dazu. Überhaupt gefällt mir, dass sie nicht alles einfach hinnimmt, sondern vieles hinterfragt. Das macht sie für mich ziemlich glaubwürdig.

Spannend finde ich auch, dass die Rauhnächte hier nicht nur als mystisches Thema auftauchen, sondern irgendwie mit Luises persönlicher Situation zusammenhängen. Ich bin neugierig, ob sie am Ende tatsächlich etwas aus den Ritualen für sich mitnimmt oder weiterhin alles kritisch betrachtet.

Der Schreibstil lässt sich sehr angenehm lesen. Luises Gedanken wirken nicht übertrieben dramatisch, obwohl man merkt, dass sie etwas Schweres mit sich herumträgt. Gerade der Wechsel zwischen ihren teilweise sarkastischen Gedanken und den ernsteren Momenten hat mir gut gefallen.

Nach der Leseprobe würde ich auf jeden Fall weiterlesen. Ich möchte wissen, was damals im Herbst passiert ist und ob die Rauhnächte für Luise wirklich etwas verändern können. Für mich bisher ein interessanter Einstieg mit einer Hauptfigur, die nicht sofort alles glaubt, was man ihr vorsetzt.