Zeit für Veränderung

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Schon das Cover hat bei mir sofort diese besondere winterliche, ruhige Stimmung ausgelöst, die ich mit den Rauhnächten verbinde. Auch die Leseprobe hat mich schnell abgeholt. Besonders Luise finde ich als Protagonistin interessant. Nach dem schweren Schicksalsschlag wirkt sie verständlicherweise aus der Bahn geworfen und gleichzeitig ist da ihre sehr rationale Seite als Ärztin - gerade deshalb gefällt mir die Vorstellung, dass ausgerechnet sie mit den Rauhnächten und ihren Ritualen in Berührung kommt. Der Schreibstil der Autorin liest sich angenehm leicht und flüssig, obwohl die Geschichte mit Verlust, Trauer und Selbstzweifeln durchaus ernste Themen aufgreift. Gleichzeitig entsteht schon auf den ersten Seiten diese ruhige, etwas melancholische Winteratmosphäre, die sehr gut zur Geschichte passt.
Besonders neugierig bin ich darauf, wie Luise sich auf die einzelnen Rituale einlassen wird und ob sie trotz ihrer anfänglichen Skepsis etwas für sich daraus mitnehmen kann. Ich hoffe dabei, dass die Geschichte nicht zu sehr ins Esoterische abdriftet, sondern diese Balance zwischen Rationalität, alten Traditionen und der persönlichen Suche nach neuer Zuversicht beibehält. Für mich ist das genau die Art von Buch, die man am liebsten an einem kalten Winterabend mit einer Decke und einer Tasse Tee lesen möchte. Nach der Leseprobe würde ich Luise sehr gerne durch die zwölf Rauhnächte begleiten und erfahren, was diese Zeit für sie verändern wird.