Ein leises Buch, das lange nachhallt

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steffiemm Avatar

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Ich habe mich auf dieses Buch eingelassen, obwohl ich zunächst skeptisch war. Genau wie Luise, die Ärztin, die die Weihnachtstage bei ihrer Freundin Linh am Meer verbringt. Linh schenkt ihr einen Plan für die zwölf Rauhnächte, und Luise belächelt ihn erst einmal. Ich habe mich ertappt gefühlt, wie ich mit ihr gezweifelt und trotzdem mitgemacht habe.

Die Handlung ist eher zurückhaltend, der Schicksalsschlag, der Luise belastet, bleibt lange im Hintergrund. Mich hat das nicht gestört, denn die Stimmung trägt: Zimt, Kerzen, das Rauschen des Meeres. Ab und zu wurde mir die Erklärung der Rituale etwas zu ausführlich, doch Luises Ironie hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Linh wirkt mit ihrem perfekten Zuhause etwas idealisiert, aber Luise selbst ist mir nah geworden.

Ich empfehle das Buch allen, die zwischen den Jahren zur Ruhe kommen möchten und offen für kleine Rituale sind. Wer eine spannende Geschichte sucht, wird hier nicht fündig. Mir hat es genau die Stille geschenkt, die ich gerade brauchte.