Gemütliches Buch, aber zu schneller Sinneswandel

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
nanometer Avatar

Von

Der Roman handelt von Luise, welche nach einem Schicksalsschlag die Weihnachts- und Silvesterzeit in der leeren Wohnung ihrer besten Freundin in einem kleinen Dorf am Meer verbringt. Ihre Freundin ist eine große Freundin der Rauhnächte, und obwohl Luise kein bisschen an all die Spiritualität glaubt, hat sie ihr ein Päckchen und eine Aufgabe für jeden Tag gepackt. Mit jedem Tag nähert sich Luise an die Idee der Rauhnächte an.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein ruhiges Buch, das die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester, in der bei der Protagonistin nicht viel passiert, gut übermittelt bekommt. Die Aufgaben der Rauhnächte an sich sind oft sicherlich sinnvoll.

Leider habe ich allerdings den Sinneswandel von Luise, was die Rauhnächte angeht, als etwas unglaubwürdig empfunden. Glaubt sie zu Beginn kein bisschen daran und ist genervt davon, dass ihre Freundin ihr die Sachen überhaupt schenkt, wirkt es am Ende so, als ob sie das meiste dann doch für voll nimmt. Ich hatte beim lesen das Gefühl, dass die Autorin selbst ein Fan der Rauhnächte ist und versucht hat sich vorzustellen, wie es aus der Sicht einer 'Nichtgläubigen' aussieht.