Interessant
:
Die Rauhnächte sind derzeit wieder sehr präsent. Eine alte, vielleicht etwas in Vergessenheit geratene Tradition rückt dadurch erneut in den Mittelpunkt. Darüber habe ich mich besonders gefreut. Da ich selbst in einer Rauhnacht geboren wurde, war mein Interesse an dem Thema von Anfang an groß. Gleichzeitig war es für mich überraschend und berührend zu erfahren, dass einige Dinge, die ich bisher nicht mit den Rauhnächten in Verbindung gebracht hatte, tatsächlich Teil dieser Tradition sind.
Besonders gut gefallen hat mir, wie die Rituale in dem Roman aufgegriffen und gleichzeitig die Hintergründe und Traditionen verständlich vermittelt werden. Dabei empfand ich die ruhige Atmosphäre des Buches als besonders angenehm. Es lädt dazu ein, sich selbst und den eigenen Gedanken wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sich bewusst mit Fragen zu beschäftigen: Was ist mir wichtig? Was möchte ich loslassen? Was belastet mich? Und was wünsche ich mir für das kommende Jahr?
Für mich vermittelt das Buch damit auch den Gedanken, innezuhalten, das vergangene Jahr bewusst abzuschließen und mit neuen Vorstellungen und Wünschen in das nächste Jahr zu starten. Frei nach dem Motto: Das Alte ist vergangen, das Neue hat begonnen.
Einige der beschriebenen Rituale waren mir bereits bekannt, weil meine Eltern sie selbst praktiziert haben. Dadurch hatte die Geschichte für mich zusätzlich eine persönliche Bedeutung.
Insgesamt hat mich das Buch sehr angesprochen. Besonders die Verbindung aus Tradition, Ruhe und persönlicher Reflexion hat mir gut gefallen.