Magisch

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ingohmes Avatar

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„Rauhnachttage“ ist das zweite Buch, das ich von Ina Bhatter gelesen habe. Wie ihr Buch „Drei Tage im Schnee“, werde ich auch dieses nicht so schnell vergessen. Sowohl die Geschichten, die sie erzählt, als auch ihr Stil haben etwas Magisches. Magie geht bereits vom Titelbild aus, das in seiner ruhigen Ausstrahlung zum Träumen verführt, zum Träumen über Dinge und Begebenheiten, an die wir nicht glauben, die aber vielleicht doch zwischen Himmel und Erde möglich sein könnten.
Auch Luise glaubt nicht daran, dass die 12 Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag etwas Besonderes sein sollen, dass dafür Regeln gelten und Rituale eingehalten werden sollten. In unserer Familie gab es die Regel, dass an diesen Tagen keine Wäsche aufgehängt werden dürfen - niemand glaubt, dass es etwas Ungutes auslösen könnte, aber bis heute halten sich alle daran.
Zusammen mit Luise stehen wir Lesenden dem Buch über die Rauhnächte, das sie von ihrer Freundin geschenkt bekommt, sehr skeptisch gegenüber. Aber Luise lässt sich, zuerst zögernd, dann williger, darauf ein. Tag für Tag befolgt sie die Hinweise, schreibt ihre Träume auf, befolgt die Rituale. Wir spüren mit ihr, dass sich etwas verändert……, wie sie den Glauben an das, was möglich sein kann, zurückgewinnt. Wie sie wieder beginnt zu vertrauen: Sich, Anderen, der Welt…
Welch schöner Gedanke!