Tritt in den Hintern

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msl_kl Avatar

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Luise zieht sich über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel zurück und verbringt sie ganz alleine in einer Wohnung am Meer. Sie hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und traut sich nichts mehr zu. In der Einsamkeit konfrontiert sie ihre Freundin mit den Ritualen der Rauhnächte und gibt ihr jeden Tag eine Aufgabe. So erfährt man als Leser auch etwas über diese Rituale. Man kann mitverfolgen, wie Luise die Aufgaben versucht zu erfüllen. Was ihr zu Beginn komisch vorkam, hilft ihr Stück für Stück wieder Mut zu fassen und zu sich selbst zu finden. Die Geschichte lebt nicht von vielen Charakteren, sondern von der Stille und der Abgeschiedenheit. Die Autorin schafft es sehr gut, diese besondere Stimmung einzufangen. Durch die Winterstimmung wirkt die Geschichte besonders atmosphärisch. Mir hat gut gefallen, wie Luise langsam zur Erkenntnis kommt, dass sie so nicht mehr weitermachen kann und wie sie dann sinnbildlich durch ihre Freundin einen Tritt in den Hintern bekommt, der sie ins Positive lenkt. Ich kenne schon "Drei Tage im Schnee" von der Autorin und kann sagen, dass diese Bücher von der Stimmung getragen werden. Ein tolles Mutmachbuch für gemütliche Lesestunden, wenn es draußen bald wieder kälter wird.