Vielversprechende Idee, wenig Tiefe
In ihrem Roman Rauhnachttage erzählt Ina Bhatter von Luise, einer Ärztin und Wissenschaftlerin, die nach einem persönlichen Schicksalsschlag die Weihnachtszeit allein verbringt. Als ihre Freundin ihr ein Set mit Anleitung und Zubehör für die Rauhnächte schenkt, beginnt Luise, sich auf die alten Rituale einzulassen – obwohl sie diesen zunächst sehr skeptisch gegenübersteht.
Nach meiner Leseprobe hatte ich mich besonders auf das Spannungsfeld zwischen der wissenschaftlich-rationalen Ärztin und den alten Ritualen der Rauhnächte gefreut. Leider blieb genau das für mich weitgehend hinter den Erwartungen zurück.
Zwar betont Luise immer wieder, dass die Rauhnachtsrituale eigentlich überhaupt nicht ihr Thema sind. Einen wirklichen inneren Konflikt zwischen ihrer wissenschaftlichen Haltung und den Ritualen gibt es aber kaum. Sie macht letztlich alles ziemlich widerstandslos mit und findet die Erfahrungen schnell gut und bereichernd. Gerade hier hätte ich mir deutlich mehr Auseinandersetzung und Tiefe gewünscht.
Auch mit Luise selbst bin ich leider nicht richtig warm geworden. Sie blieb für mich ebenso wie die anderen Figuren recht eindimensional. Dadurch konnte mich auch die Handlung emotional nicht wirklich erreichen. Auch die angedeutete Romanze wirkte auf mich ziemlich konstruiert und konnte mich emotional nicht überzeugen.
Insgesamt hatte ich beim Lesen zunehmend das Gefühl, weniger einen Roman als vielmehr einen Rauhnachtsmagie-Ratgeber in Romanform zu lesen. Die Rituale und ihre Bedeutung stehen sehr stark im Mittelpunkt, während mir bei den Figuren, ihren Beziehungen und insbesondere beim zentralen Konflikt die erzählerische Tiefe gefehlt hat.
Schade, denn die Grundidee hatte mich nach der Leseprobe wirklich neugierig gemacht. Für mich bleibt Rauhnachttage deshalb leider eher ein netter Roman für zwischendurch als die Geschichte, die ich mir nach dem vielversprechenden Einstieg erhofft hatte.
Nach meiner Leseprobe hatte ich mich besonders auf das Spannungsfeld zwischen der wissenschaftlich-rationalen Ärztin und den alten Ritualen der Rauhnächte gefreut. Leider blieb genau das für mich weitgehend hinter den Erwartungen zurück.
Zwar betont Luise immer wieder, dass die Rauhnachtsrituale eigentlich überhaupt nicht ihr Thema sind. Einen wirklichen inneren Konflikt zwischen ihrer wissenschaftlichen Haltung und den Ritualen gibt es aber kaum. Sie macht letztlich alles ziemlich widerstandslos mit und findet die Erfahrungen schnell gut und bereichernd. Gerade hier hätte ich mir deutlich mehr Auseinandersetzung und Tiefe gewünscht.
Auch mit Luise selbst bin ich leider nicht richtig warm geworden. Sie blieb für mich ebenso wie die anderen Figuren recht eindimensional. Dadurch konnte mich auch die Handlung emotional nicht wirklich erreichen. Auch die angedeutete Romanze wirkte auf mich ziemlich konstruiert und konnte mich emotional nicht überzeugen.
Insgesamt hatte ich beim Lesen zunehmend das Gefühl, weniger einen Roman als vielmehr einen Rauhnachtsmagie-Ratgeber in Romanform zu lesen. Die Rituale und ihre Bedeutung stehen sehr stark im Mittelpunkt, während mir bei den Figuren, ihren Beziehungen und insbesondere beim zentralen Konflikt die erzählerische Tiefe gefehlt hat.
Schade, denn die Grundidee hatte mich nach der Leseprobe wirklich neugierig gemacht. Für mich bleibt Rauhnachttage deshalb leider eher ein netter Roman für zwischendurch als die Geschichte, die ich mir nach dem vielversprechenden Einstieg erhofft hatte.