Wenn Wissenschaft auf Mythos trifft

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Die Geschichte folgt einer jungen Medizinerin, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen hat.
Ein schwerer Schicksalsschlag in ihrer jüngsten Vergangenheit hat ihr schmerzhaft vor Augen geführt, dass sie trotz ihres medizinischen Wissens ein Menschenleben nicht retten konnte.
Auf sich allein gestellt und ohne familiären Rückhalt, verbringt sie die Tage zwischen den Jahren allein in einer Wohnung direkt am Meer.

Hier beginnt für die Ärztin eine unerwartete Entwicklung, denn ihre Freundin hat ihr eine Anleitung für mystische Rituale hinterlassen, die während der 13 Rauhnächte begangen werden können. Die anfängliche Skepsis der Naturwissenschaftlerin schlägt in Neugier um, und es gelingt ihr, Naturwissenschaft und Mystik harmonisch in Einklang zu bringen.

Es handelt sich hier um einen philosophischen Roman, der weniger handlungsorientiert ist, sondern vielmehr von der Betrachtung existenzieller Fragen lebt. Die Gedanken über das Dasein und das Leben stehen hier eindeutig im Vordergrund. Gleichzeitig spielen aber auch neue Beziehungen und Hoffnungen eine Rolle, die schließlich in einer überraschenden Pointe münden.

Da das Buch auch von faszinierenden naturwissenschaftlichen Details über das Meeresleben und von atmosphärische Wetterphänomenen lebt, sollte man als Leser eine gewisse Empfänglichkeit dafür mitbringen – mich haben diese Beschreibungen sehr interessiert.

Mein Fazit:
Mit seinem Tiefgang und dem schönen Cover ist „Rauhnachttage“ ein ideales Weihnachtsgeschenk. Besonders Menschen, die die Feiertage allein verbringen, kann dieser Roman Trost und Struktur spenden. Aber auch für alle anderen, die abseits des Trubels besinnliche Ruhe suchen, ist das Buch eine absolute Herzensempfehlung.