Winterliche Atmosphäre, aber zu wenig Tiefgang

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chocoball Avatar

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Nach einem traumatischen Erlebnis zieht sich Luise in die Wohnung ihrer besten Freundin zurück, die ihr mit einem liebevoll zusammengestellten Rauhnächte-Ritualpaket helfen möchte, wieder zu sich selbst zu finden. Die zwölf Tage stehen dabei im Zeichen von Besinnung, Selbstreflexion und Neuanfang. Doch kann Luise sich auf die ungewohnten Rituale einlassen und dadurch einen Weg aus ihrer Trauer finden?

Das Buch liest sich sehr flüssig und eignet sich thematisch wunderbar für die Weihnachtszeit. Schon das Cover hat mich sofort angesprochen, und nachdem ich das Vorgängerbuch regelrecht verschlungen hatte, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Auch die Idee hinter der Geschichte fand ich faszinierend, dennoch konnte mich das Buch diesmal leider nicht so richtig abholen.

Obwohl die Szenerie schön und stimmungsvoll beschrieben ist, fehlte mir insgesamt der Tiefgang. Die Figuren blieben für mich größtenteils oberflächlich, allen voran Jakob. Seine Begegnung hätte meiner Meinung nach auch weggelassen werden können, ohne dass die Geschichte dadurch an Substanz verloren hätte. Insgesamt fehlte mir das gewisse Etwas, das mich emotional mitnimmt und an die Geschichte fesselt.

Alles in allem ein angenehm und leicht zu lesendes Buch mit einer schönen winterlichen Atmosphäre und einer interessanten Grundidee. An "Drei Tage im Schnee" reicht es für mich allerdings nicht heran. Dieses Mal wollten der Funke und die emotionale Tiefe einfach nicht so recht überspringen.