Zwei Leben, eine unbequeme Wahrheit
Nach 60 Seiten von „Real Americans“ zeichnet Rachel Khong ein feinfühliges Bild von Herkunft, Liebe und sozialen Gegensätzen. Lilys Perspektive im New York der Jahrtausendwende wirkt nah und ehrlich, ihre Beziehung zu Matthew zugleich verlockend und spannungsgeladen. Schon früh deutet der Roman an, dass hinter dem amerikanischen Traum Risse verlaufen. Ein ruhiger, kluger Auftakt, der Fragen nach Identität und Zugehörigkeit nachhaltig in den Raum stellt.