Auf der Suche nach der eigenen Identität
Ich war besonders gespannt auf diesen Roman von Rachel Khong, nicht zuletzt, weil er Teil der Kampagne „Deutschland liest ein Buch“ des Kiwi-Verlags ist und damit eine gewisse Fallhöhe mitbringt.
Der Romanbeginn entfaltet eine Liebesgeschichte, die weit über ein romantisches Erzählen hinausgeht. Zwischen Lily und Matthew öffnen sich Spannungsfelder, in denen sich Fragen unserer Gegenwart bündeln. Soziale Unterschiede, Einwanderung (der klare Bezug zum Buchtitel), Blicke, die an Äußerlichkeiten haften (was definiert einen „Real American“?), erste Schritte in eine oft ernüchternde Arbeitswelt und vor allem die Suche nach der eigenen Identität, verwurzelt in zwei Kulturkreisen. Vieles steht gleichzeitig im Raum.
Vielleicht zu vieles, um jedem Aspekt die Tiefe zu geben, die er verdient, auch wenn alles für uns Leser fühlbar beschrieben wird.
Lilys und Matthews Geschichte hat mich sehr bewegt und ihr abruptes Ende nach dem ersten Teil zwingt einen beinahe, direkt weiterzulesen.
Im zweiten Teil rückt Nick in den Mittelpunkt, Lilys Sohn, der abgeschieden mit ihr auf einer abgelegenen Insel aufwächst, fern von dem Leben, das sein Vater führt. Die Suche nach seinem Vater und
das Kennenlernen der beiden ist von einer stillen Ambivalenz geprägt.
Das vorsichtige Annähern, das Abtasten einer
neuen Beziehung und der Umgang mit einem
fremden und doch nahen Menschen werden sehr einfühlsam erzählt.
Der dritte Teil führt schließlich in eine andere Zeit und verweist auf die Ära unter Mao Zedong. Die Lebensgeschichte von May, Lilys Mutter, und das Schicksal der Menschen in dieser politischen Realität sind eindringlich gezeichnet.
Dennoch verliert der Roman hier für mich etwas an Spannung.
Hätte an der ein oder anderen Stelle, in allen direkt Teilen, knapper gefasst werden können.
Die Auflösung des Familiengeheimnisses, das sowohl für Lily als auch für Nick und Matthew völlig unbekannt ist, überrascht und wirkt klug durchdacht und bringt ein für mich bis dahin unbekanntes Thema auf Papier.
Der Romanbeginn entfaltet eine Liebesgeschichte, die weit über ein romantisches Erzählen hinausgeht. Zwischen Lily und Matthew öffnen sich Spannungsfelder, in denen sich Fragen unserer Gegenwart bündeln. Soziale Unterschiede, Einwanderung (der klare Bezug zum Buchtitel), Blicke, die an Äußerlichkeiten haften (was definiert einen „Real American“?), erste Schritte in eine oft ernüchternde Arbeitswelt und vor allem die Suche nach der eigenen Identität, verwurzelt in zwei Kulturkreisen. Vieles steht gleichzeitig im Raum.
Vielleicht zu vieles, um jedem Aspekt die Tiefe zu geben, die er verdient, auch wenn alles für uns Leser fühlbar beschrieben wird.
Lilys und Matthews Geschichte hat mich sehr bewegt und ihr abruptes Ende nach dem ersten Teil zwingt einen beinahe, direkt weiterzulesen.
Im zweiten Teil rückt Nick in den Mittelpunkt, Lilys Sohn, der abgeschieden mit ihr auf einer abgelegenen Insel aufwächst, fern von dem Leben, das sein Vater führt. Die Suche nach seinem Vater und
das Kennenlernen der beiden ist von einer stillen Ambivalenz geprägt.
Das vorsichtige Annähern, das Abtasten einer
neuen Beziehung und der Umgang mit einem
fremden und doch nahen Menschen werden sehr einfühlsam erzählt.
Der dritte Teil führt schließlich in eine andere Zeit und verweist auf die Ära unter Mao Zedong. Die Lebensgeschichte von May, Lilys Mutter, und das Schicksal der Menschen in dieser politischen Realität sind eindringlich gezeichnet.
Dennoch verliert der Roman hier für mich etwas an Spannung.
Hätte an der ein oder anderen Stelle, in allen direkt Teilen, knapper gefasst werden können.
Die Auflösung des Familiengeheimnisses, das sowohl für Lily als auch für Nick und Matthew völlig unbekannt ist, überrascht und wirkt klug durchdacht und bringt ein für mich bis dahin unbekanntes Thema auf Papier.