Auf der Suche nach Identität
Es sind gleich drei Schicksale, die Rachel Khong hier beschreibt:
Lily ist Amerikanerin, bleibt als Tochter von chinesischen Einwanderern jedoch immer ein wenig außen vor. Als sie den reichen Matthew kennen lernt wird ihre gesamte bisherige Welt auf den Kopf gestellt.
Jahre später lebt Lily alleine mit ihrem Sohn Nick auf einer abgelegenen Insel. Trotz der abgöttischen Liebe von seiner Mutter fühlt sich der Junge nie ganz vollständig, ist auf der Suche nach seinem Vater und seiner Identität.
Zuletzt ist es seine Großmutter May - Lilys Mutter - , die ihr Leben in China unter Maos schrecklichem Regime der Hingabe zur Wissenschaft opfert und sich für eine Flucht und gegen die Liebe zu einem Mann entscheidet.
Interessanter Weise beginnt die Geschichte nicht chronologisch, sondern startet mit der mittleren Generation und damit dem Leben von Lily. So liest es sich zunächst wie eine typisch amerikanische Geschichte, es geht darum Dazuzugehören, amerikanisch zu sein, akzeptiert zu werden. Als Lily ein Geheimnis aus der Vergangenheit entdeckt, in dem ihre Eltern und Schwiegereltern verwickelt sind, bricht die Lebensgeschichte abrupt ab und startet 21 Jahre später mit ihrem Sohn Nick im zweiten Teil.
Eine ganz andere Story und doch ähnliche Schicksale. Nick hat immer das Gefühl, anders zu sein, nicht vollständig. Er empfindet die Liebe seiner Mutter zunehmend als erdrückend und ihre Geheimniskrämerei um die Vergangenheit und seinen Vater als Verrat. Als er schließlich seinen Vater findet muss er sich entscheiden, wem seine Loyalität gehören soll.
Und als letztes geht es um die Rückblende auf Nicks Großmutter May, die verzweifelt versucht, den Kontakt zur Tochter und zum Enkel herzustellen. Ihre Lebensgeschichte ist typisch für junge Chinesen im harten kommunistischen System. Als ehrgeizige aufstrebende Wissenschaftlerin wird ihr Leben zur Hölle, bis sie keine andere Möglichkeit als Flucht mehr sieht.
Beiden Mütter-Generationen ist gemeinsam, dass sie nur das Beste für ihr Kind wollen, aber in ihren Bemühungen nicht zuletzt an mangelnder Kommunikation und Ehrlichkeit scheitern. Es sind so viele Themen, die hier angesprochen werden. Es geht um Genforschung und ihre ethischen Fragen, um verdeckten und offenen Rassismus, um die Suche nach Identität und dem richtigen Platz im Leben, um Liebe und Vernunft, um richtige und falsche Entscheidungen im Leben.
Ein vielschichtiger Roman, der mich sehr berührt hat. Auch die wissenschaftlichen Aspekte rund um die Forschung über Therapien gegen Krebs und die Genforschung fand ich ausgesprochen interessant. Vor allem aber die Beziehungen der Generationen untereinander sind überraschend und spannend aufgebaut. Das Streben danach, ein "real American" zu sein, ist an drei gänzlich verschiedenen Charakteren und in verschiedenen Zeitebenen sehr gut dargestellt.
Ein sehr empfehlenswerter Roman für jedes Geschlecht und Alter, der auch nach dem Ende der Lektüre noch in meinem Kopf bleibt.
Lily ist Amerikanerin, bleibt als Tochter von chinesischen Einwanderern jedoch immer ein wenig außen vor. Als sie den reichen Matthew kennen lernt wird ihre gesamte bisherige Welt auf den Kopf gestellt.
Jahre später lebt Lily alleine mit ihrem Sohn Nick auf einer abgelegenen Insel. Trotz der abgöttischen Liebe von seiner Mutter fühlt sich der Junge nie ganz vollständig, ist auf der Suche nach seinem Vater und seiner Identität.
Zuletzt ist es seine Großmutter May - Lilys Mutter - , die ihr Leben in China unter Maos schrecklichem Regime der Hingabe zur Wissenschaft opfert und sich für eine Flucht und gegen die Liebe zu einem Mann entscheidet.
Interessanter Weise beginnt die Geschichte nicht chronologisch, sondern startet mit der mittleren Generation und damit dem Leben von Lily. So liest es sich zunächst wie eine typisch amerikanische Geschichte, es geht darum Dazuzugehören, amerikanisch zu sein, akzeptiert zu werden. Als Lily ein Geheimnis aus der Vergangenheit entdeckt, in dem ihre Eltern und Schwiegereltern verwickelt sind, bricht die Lebensgeschichte abrupt ab und startet 21 Jahre später mit ihrem Sohn Nick im zweiten Teil.
Eine ganz andere Story und doch ähnliche Schicksale. Nick hat immer das Gefühl, anders zu sein, nicht vollständig. Er empfindet die Liebe seiner Mutter zunehmend als erdrückend und ihre Geheimniskrämerei um die Vergangenheit und seinen Vater als Verrat. Als er schließlich seinen Vater findet muss er sich entscheiden, wem seine Loyalität gehören soll.
Und als letztes geht es um die Rückblende auf Nicks Großmutter May, die verzweifelt versucht, den Kontakt zur Tochter und zum Enkel herzustellen. Ihre Lebensgeschichte ist typisch für junge Chinesen im harten kommunistischen System. Als ehrgeizige aufstrebende Wissenschaftlerin wird ihr Leben zur Hölle, bis sie keine andere Möglichkeit als Flucht mehr sieht.
Beiden Mütter-Generationen ist gemeinsam, dass sie nur das Beste für ihr Kind wollen, aber in ihren Bemühungen nicht zuletzt an mangelnder Kommunikation und Ehrlichkeit scheitern. Es sind so viele Themen, die hier angesprochen werden. Es geht um Genforschung und ihre ethischen Fragen, um verdeckten und offenen Rassismus, um die Suche nach Identität und dem richtigen Platz im Leben, um Liebe und Vernunft, um richtige und falsche Entscheidungen im Leben.
Ein vielschichtiger Roman, der mich sehr berührt hat. Auch die wissenschaftlichen Aspekte rund um die Forschung über Therapien gegen Krebs und die Genforschung fand ich ausgesprochen interessant. Vor allem aber die Beziehungen der Generationen untereinander sind überraschend und spannend aufgebaut. Das Streben danach, ein "real American" zu sein, ist an drei gänzlich verschiedenen Charakteren und in verschiedenen Zeitebenen sehr gut dargestellt.
Ein sehr empfehlenswerter Roman für jedes Geschlecht und Alter, der auch nach dem Ende der Lektüre noch in meinem Kopf bleibt.