Chinesisch-amerikanische Familiensaga
Familiengeschichte über drei Generationen - viele Themen: Identität, latenter Rassismus, Wissenschaft und Ethik, Klassenunterschiede u.v.m.
Ich habe sie gerne gelesen, diese dreiteilige Familiengeschichte, obwohl ich mich überschüttet gefühlt habe; zu vieles wurde nur angerissen oder blieb ungeklärt. Weniger wäre mehr gewesen. Diese Geschichte einer chinesischen Aufsteigerfamilie wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt.
Lily hat gerade ihren Abschluss in Kunstgeschichte gemacht und arbeitet noch ohne Bezahlung als Praktikantin. Ihre Mutter, eine Genetikerin wie der Vater, ist enttäuscht, dass sie nicht Forscherin geworden ist und lässt sie das auch spüren. Die Familie ist chinesischer Abstammung, doch Lily wurde amerikanisch erzogen und lernte nicht einmal Mandarin oder Kanonesisch.
‘Ich war so amerikanisch, wie man nur sein konnte.’ (26)
Als sie den blonden Matthew aus reichem Hause kennenlernt, prallen Welten aufeinander. Sie meint, dass sie nicht zusammen passen, bricht den Kontakt ab, heiratet ihn später aber doch, den reichen Sohn aus der Meier-Pharma-Dynastie. Nach drei Fehlgeburten stellt sich heraus, dass es ein genetisches Problem gibt. Nach einer künstlichen Befruchtung wird Nick geboren, der seinem Vater Matthew extrem ähnlich sieht. Als Lily zufälligerweise ein vertrauliches Gespräch zwischen Otto Meier und ihrer Mutter hört, lässt eine vage Kindheitserinnerung einen Verdacht bei ihr aufkommen.
Zeitsprung: Nick ist fast 16 und lebt mit seiner Mutter Lily auf einer Insel im äußersten Westen der USA, ohne Fernseher, W-LAN oder Handy, weil sie es so will. Vom Vater spricht sie nie, hat ihm angeblich versprochen, dass Nick nicht nach ihm sucht. Mit Hilfe seines einzigen Freundes Timothy findet er heraus, wer sein Vater ist und nimmt Kontakt auf. Durch seinen Meier-Namen wird er an der Yale-Universität aufgenommen und studiert - von seinem Vater finanziert - Molekular-, Zellular- und Entwicklungsbiologie sowie Philosophie. Das Familiengeheimnis der Genmanipulation ist nun bekannt.
Wieder ein Zeitsprung, diesmal zurück nach China zur Zeit Mao-tse-Tungs, aus dem Lilys Mutter Mei/May zusammen mit Wen/Charles geflohen ist, um sich in den USA eine neue Existenz im Bereich Gentechnologie aufzubauen. Diese Geschichte ihres Lebens ist wie ein Buch im Buch, verknüpft aber zum Schluss die Personen und ihre Geschicke miteinander.
Es gäbe noch vieles zu erwähnen, aber eine Rezension kann den allzu vielen Themen dieses Buches nicht gerecht werden. Rachel Khong hätte aus diesem einen Buch zwei oder drei machen können und dabei mehr auf die wichtigen familiären und gesellschaftskritischen Themen eingehen können.
Und dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und denke: wen die Überfülle nicht stört, dem wird dieses Buch, das ich als niveauvolle Unterhaltungsliteratur einstufe, gut gefallen.
Ich habe sie gerne gelesen, diese dreiteilige Familiengeschichte, obwohl ich mich überschüttet gefühlt habe; zu vieles wurde nur angerissen oder blieb ungeklärt. Weniger wäre mehr gewesen. Diese Geschichte einer chinesischen Aufsteigerfamilie wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt.
Lily hat gerade ihren Abschluss in Kunstgeschichte gemacht und arbeitet noch ohne Bezahlung als Praktikantin. Ihre Mutter, eine Genetikerin wie der Vater, ist enttäuscht, dass sie nicht Forscherin geworden ist und lässt sie das auch spüren. Die Familie ist chinesischer Abstammung, doch Lily wurde amerikanisch erzogen und lernte nicht einmal Mandarin oder Kanonesisch.
‘Ich war so amerikanisch, wie man nur sein konnte.’ (26)
Als sie den blonden Matthew aus reichem Hause kennenlernt, prallen Welten aufeinander. Sie meint, dass sie nicht zusammen passen, bricht den Kontakt ab, heiratet ihn später aber doch, den reichen Sohn aus der Meier-Pharma-Dynastie. Nach drei Fehlgeburten stellt sich heraus, dass es ein genetisches Problem gibt. Nach einer künstlichen Befruchtung wird Nick geboren, der seinem Vater Matthew extrem ähnlich sieht. Als Lily zufälligerweise ein vertrauliches Gespräch zwischen Otto Meier und ihrer Mutter hört, lässt eine vage Kindheitserinnerung einen Verdacht bei ihr aufkommen.
Zeitsprung: Nick ist fast 16 und lebt mit seiner Mutter Lily auf einer Insel im äußersten Westen der USA, ohne Fernseher, W-LAN oder Handy, weil sie es so will. Vom Vater spricht sie nie, hat ihm angeblich versprochen, dass Nick nicht nach ihm sucht. Mit Hilfe seines einzigen Freundes Timothy findet er heraus, wer sein Vater ist und nimmt Kontakt auf. Durch seinen Meier-Namen wird er an der Yale-Universität aufgenommen und studiert - von seinem Vater finanziert - Molekular-, Zellular- und Entwicklungsbiologie sowie Philosophie. Das Familiengeheimnis der Genmanipulation ist nun bekannt.
Wieder ein Zeitsprung, diesmal zurück nach China zur Zeit Mao-tse-Tungs, aus dem Lilys Mutter Mei/May zusammen mit Wen/Charles geflohen ist, um sich in den USA eine neue Existenz im Bereich Gentechnologie aufzubauen. Diese Geschichte ihres Lebens ist wie ein Buch im Buch, verknüpft aber zum Schluss die Personen und ihre Geschicke miteinander.
Es gäbe noch vieles zu erwähnen, aber eine Rezension kann den allzu vielen Themen dieses Buches nicht gerecht werden. Rachel Khong hätte aus diesem einen Buch zwei oder drei machen können und dabei mehr auf die wichtigen familiären und gesellschaftskritischen Themen eingehen können.
Und dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und denke: wen die Überfülle nicht stört, dem wird dieses Buch, das ich als niveauvolle Unterhaltungsliteratur einstufe, gut gefallen.