Ein sehr besonderes buch

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Real Americans - Rachel Khong
Aus dem amerikanischen Englisch von Tobias Schnettler
Rachel Khongs großartige Familiengeschichte ist ihr erster Roman in deutscher Übersetzung.

Lily, lebt 1999 als Chinesin in New York, aber sie ist längst keine Chinesin mehr.
„Ich spreche nicht mal chinesisch“.
„Ich weiß nicht, warum ich das sagte, als wäre ich darauf stolz. Ich war nicht stolz darauf, doch ich wollte damit etwas beweisen: Ich war so amerikanisch, wie man nur sein konnte.“ Ihre Eltern sind Wissenschaftler, in die USA eingewandert. Auch sie versuchen, vollständig „amerikanisch“ zu sein.

Während eines Praktikums lernt sie den sehr wohlhabenden Matthew kennen und obwohl ihre Welten nicht zusammenpassen, werden sie ein Paar.
Sie reist mit ihrem Mann nach China, kann die Sprache nicht verstehen,
ist auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Eltern, auch nach ihren Wurzeln.
„Nichts deutete darauf hin, dass ich Amerikanerin war, bis ich den Mund aufmachte, und dann stellte sich unweigerlich Enttäuschung ein - Verachtung sogar- dass ich mit meinem chinesischen Gesicht nicht sagen konnte, was ich sagen wollte.“
„In Amerika betrachteten die Leute mich als Chinesin, und hier sahen sie mich, was mir unangenehm war, als Amerikanerin.
Als der gemeinsame Sohn Nick geboren wird, ist er blondhaarig und hat blaue Augen, ganz wie sein Vater.
Lily entdeckt, dass es ein Geheimnis zwischen den Familien gibt.
Der zweite Teil wird aus der Perspektive des Sohnes erzählt, er lebt mit seiner Mutter allein, ziemlich isoliert, weiß nichts über seinen Vater.
Als er 15 ist, beschließt er, einen Gentest machen zu lassen, er findet seinen Vater über ein Internetportal, trifft sich heimlich mit ihm und belügt seine Mutter. Auch er ist dem Familiengeheimnis auf der Spur.
Im 3. Teil erleben wir die Perspektive der chinesischen Großmutter, die ihrem Enkel über ihr Leben erzählt, ihre Kindheit in armen Verhältnissen, das Leben und Studium im kommunistischen China, ihre erste Liebe, ihre Flucht, ihre Ambitionen als Wissenschaftlerin und ihre Liebe als Mutter.
Dieser Roman erzählt voller Spannung und Energie über 3 Generationen und versucht die großen Fragen „Wer bist du? Wer willst du einmal werden?“ zu beantworten. Es geht um Heimat und Identität, Liebe und Geheimnisse, die Macht der Wissenschaft, Verantwortung und Moral.
Es ist ein besonderes Buch und ich habe es sehr gern gelesen