Eindrückliches Gesamtbild
Der Roman "Real Americans" von Rachel Khong überzeugt weniger durch seine spektakuläre und unerwartete Handlung, sondern durch seine starke Figurenzeichnung und seine gelungene sprachliche Komposition. Khong hat den Roman in einer zurückhaltenden und klaren Sprache verfasst. Mit kleinen Details erzeugt sie immer wieder aufs Neue eindrückliche Stimmungen. Die verschiedenen Erzählperspektiven sind nicht nur durch ihre Handlung, sondern auch durch ihre Erzählsprache gut unterscheidbar und durch ihre eigene Charakteristik lebendig. Inhaltlich ergänzen sich die einzelnen Handlungsabschnitte überzeugend und erschaffen in ihrer Verknüpftheit und Verbundenheit ein starkes und eindrückliches Gesamtbild. "Real Americans" ist ein Roman, der ohne Abstriche zu überzeugen weiß und lange im Gedächtnis bleibt.