Gesellschaftsroman mit persönlichen Schicksalen

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jentis4711 Avatar

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Mit Real Americans gelingt Rachel Khong ein feinfühliger, vielschichtiger Roman über Familie, Herkunft und die unsichtbaren Linien zwischen Generationen. Vielleicht geht es im Kern um die Sprachlosigkeit zwischen denen, die sich nah sind, aber in verschiedenen Welten und somit Realitäten aufgewachsen sind - dass es zwischen ihnen bei aller Verbundenheit immer Dinge geben wird, die sich nicht in Worte fassen lassen und die sie voneinander trennen, mal schleichend, mal unmittelbar.
Wir erleben die Charaktere in verschiedenen Jahrzehnten und aus verschiedenen Perspektiven heraus, was eine glaubwürdige Schere zwischen eigenem inneren Erleben und äußerer Wahrnehmung schafft. Vergangenheit und Gegenwart greifen immer wieder ineinander; Sehnsüchte und Entscheidungen haben Auswirkungen bis in die nächsten Generationen. Ein wirklich toll konstruierter Roman über Fragen nach Identität, Zugehörigkeit, Herkunft und sozialem Aufstieg.