Großer Familienroman
Der Roman erzählt die Geschichte einer chinesisch-amerikanischen Familie über drei Generationen und mehreren Zeitebenen. Im Mittelpunkt stehen Mei Ling (Mutter/Großmutter), die in Armut und sehr konservativen Vorstellungen aufgewachsen war. Sie schaffte den Sprung an die Universität und konnte eine wissenschaftliche Karriere starten. Jedoch musste sie während der chinesischen Kulturrevolution ihre Forschung und ihre große Liebe aufgeben und nach Amerika fliehen.
Lily (Tochter/Mutter), die in den 90iger Jahren in New York verzweifelt versuchte einen Job zu ergattern und doch wieder in ein unbezahltes Praktikum rutschte. Sie lernte beim Praktikum den reichen und weißen Matthew kennen und lieben.
Nick (Sohn/Enkel), der allein mit Lily, ohne Vater und Großeltern, aufgewachsen war, sucht nun nach Antworten. Warum ist er weiß und blond, obwohl er chinesische Vorfahren hat? Seine Suche deckt nicht nur familiäre Geheimnisse auf, sondern gibt auch einen zweispältigen Einblick in die Genforschung.
Wer mit einer reinen Liebesgeschichte gerechnet hat, wird enttäuscht werden. Die Autorin geht auf einige aktuelle Themen ein. Immer wieder kann man zwischen den Zeilen von dem Rassismus, den die Familie Chen erfährt, lesen. Die Schwierigkeiten als Amerikaner:innen anerkannt zu werden. Die Macht der Beziehungen unter den Reichen und deren Einfluss auf die Politik und die Forschung und somit auch auf die Gesellschaft wird immer wieder in kleinen Passagen aufgenommen und gut beschrieben. Besonders geht die Autorin auf die Genforschung ein. Die Forschung der Großeltern zieht sich bis zu ihrem Enkelkind durch. Sie haben etwas getan, was bis heute ethisch sehr fragwürdig ist.
Diese Geschichte liest sich, dank des guten Schreibstils, flüssig. Die Autorin kann sehr gut zwischen den Zeilen schreiben, so dass man immer wieder kleine Seitenhiebe erhält. Nicht alles ist so wie es scheint. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Man sollte sich mit seinem eigenen Urteil über die Charaktere bis zum Buchende gedulden. Denn so manche Wendung lässt den einen oder anderen Charakter in einem neuen Licht erscheinen. Ich fand die Auseinandersetzung mit der Genforschung und der Forschungsethik interessant (auch wenn die Autorin nur an der Oberfläche gekratzt hat). Sie wirft Fragen in den Raum, die nicht direkt beantwortet werden. Hier hat jeder Lesende für sich die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wie man dazu steht.
Mich hat der Roman positiv überrascht, da hier Themen besprochen werden, die ich so nicht erwartet hätte, aber interessant und passend zum aktuellen Geschehen sind. Ich hoffe auf einen weiteren Roman von der Autorin.
Lily (Tochter/Mutter), die in den 90iger Jahren in New York verzweifelt versuchte einen Job zu ergattern und doch wieder in ein unbezahltes Praktikum rutschte. Sie lernte beim Praktikum den reichen und weißen Matthew kennen und lieben.
Nick (Sohn/Enkel), der allein mit Lily, ohne Vater und Großeltern, aufgewachsen war, sucht nun nach Antworten. Warum ist er weiß und blond, obwohl er chinesische Vorfahren hat? Seine Suche deckt nicht nur familiäre Geheimnisse auf, sondern gibt auch einen zweispältigen Einblick in die Genforschung.
Wer mit einer reinen Liebesgeschichte gerechnet hat, wird enttäuscht werden. Die Autorin geht auf einige aktuelle Themen ein. Immer wieder kann man zwischen den Zeilen von dem Rassismus, den die Familie Chen erfährt, lesen. Die Schwierigkeiten als Amerikaner:innen anerkannt zu werden. Die Macht der Beziehungen unter den Reichen und deren Einfluss auf die Politik und die Forschung und somit auch auf die Gesellschaft wird immer wieder in kleinen Passagen aufgenommen und gut beschrieben. Besonders geht die Autorin auf die Genforschung ein. Die Forschung der Großeltern zieht sich bis zu ihrem Enkelkind durch. Sie haben etwas getan, was bis heute ethisch sehr fragwürdig ist.
Diese Geschichte liest sich, dank des guten Schreibstils, flüssig. Die Autorin kann sehr gut zwischen den Zeilen schreiben, so dass man immer wieder kleine Seitenhiebe erhält. Nicht alles ist so wie es scheint. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Man sollte sich mit seinem eigenen Urteil über die Charaktere bis zum Buchende gedulden. Denn so manche Wendung lässt den einen oder anderen Charakter in einem neuen Licht erscheinen. Ich fand die Auseinandersetzung mit der Genforschung und der Forschungsethik interessant (auch wenn die Autorin nur an der Oberfläche gekratzt hat). Sie wirft Fragen in den Raum, die nicht direkt beantwortet werden. Hier hat jeder Lesende für sich die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wie man dazu steht.
Mich hat der Roman positiv überrascht, da hier Themen besprochen werden, die ich so nicht erwartet hätte, aber interessant und passend zum aktuellen Geschehen sind. Ich hoffe auf einen weiteren Roman von der Autorin.