Gute Ansätze

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springtoiffel Avatar

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Der Roman wird in drei Zeitebenen erzählt und umfasst dabei die Geschichte dreier Generationen einer chinesischen Einwandererfamilie in Amerika. Es beginnt mit Lily, die große Schwierigkeiten hat, irgendwo Anschluss zu finden.

Das Buch ist in drei Abschnitte aufgeteilt. Der Schreibstil ist dabei der jeweiligen Person angepasst. Vor allem im ersten Abschnitt hat mich dabei der sehr einfache und sprunghafte Stil gestört. Die anderen beiden Perspektiven, vor allem der dritte, haben mir dann besser gefallen.

Inhaltlich geht es hauptsächlich um Identitätsfindung und genetische Experimente. Aber es gibt darüber hinaus viele weitere Themen, die nur angerissen werden. Hier hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf einige ausgewählte Themen gewünscht, denn so blieb jedes Thema wie auch die Charakterentwicklung ein wenig flach. Auch hier hat mich vor allem der letzte Abschnitt überzeugt, die anderen Perspektiven haben mir etwas zu viele Klischees abgearbeitet.

Das Ende lässt einiges offen, es ist jedoch versöhnlich und hat mich berührt.

Insgesamt konnte mich das Buch zwar unterhalten und man hat im letzten Drittel gemerkt, dass die Autorin durchaus gut schreiben kann. Zudem hat es mir gefallen, dass dieselben Probleme immer wieder auch die nächste Generation betreffen und Entscheidungen Konsequenzen für die Nachfahren haben, dennoch hat das Buch einige Schwächen. Ich denke, die Autorin wollte hier einfach zu viel, lieber weniger und dafür perfekt..