Interessantes Thema
"Es war ein Gesicht, das die Leute fragen ließ: Woher kommst du?"
Im Spiegel sah ich einen typischen amerikanischen Mann, mit einer ausländischen Frau, obwohl ich genauso typisch amerikanisch war." Zitat S. 88
"Real Americans" von Rachel Khong ist eine Familiensaga über drei Generationen und hat die Themen Herkunft, Identität und Glück im Fokus.
Im ersten Teil folgt der Leser Lily, im zweiten Teil ihrem Sohn Nick und der dritte Teil erzählt von Mai, der Großmutter in drei verschiedenen Zeitebenen.
Die Geschichte beginnt 1999. Lily, Tochter ehrgeiziger chinesischer Einwanderer, hat wenig Geld und wohnt in einem ärmlichen Zimmer. Sie arbeitet als unbezahlte Praktikantin in einem großen Konzern, hält sich selbst für glücklos. Auf einer Party trifft sie den gutaussehenden, erfolgreichen und reichen Matthew. Sie werden ein Paar, er verwöhnt sie mit einem TV, einem Kurztrip nach Paris - mit anderen Worten: mit Matthew zieht Wohlstand, Optimismus und Glück ein. Sie heiraten und bekommen einen Sohn, Nick.
Doch für Lily bleibt ihr Glück weiterhin provisorisch, es kann sie jederzeit verlassen.
2021: Nun wird aus Nicks Perspektive erzählt. Der nun 15-jährige ist ohne Vater aufgewachsen und lebt mit seiner Mutter auf einer Insel in Washington und möchte am liebsten gemeinsam mit seinem Freund Timothy studieren. Da er seinen Vater nicht kennt, macht er sich auf die Suche und wird fündig.
Im dritten Teil geht es um Mai, seine Großmutter. Dafür geht Rachel Khong zurück ins China der 1960-er Jahre. Mai ist wissenschaftlich interessiert, sie will forschen. Doch Mao kommt an die Macht, die Kulturrevolution nimmt ihren Anfang. Wissenschaftliche Forschung verliert ihren Stellenwert. Statt zu forschen, muss Mai auf dem Feld arbeiten, eine Arbeit, die sie zwar durch ihre Kindheit auf einem Bauernhof kennt, doch die sie im Grunde nicht verrichten möchte. Sie nutzt die Gelegenheit zu fliehen, als ein Kollege ihr eine gemeinsame Flucht anbietet. Sie fliehen nach Amerika, wo Mai in einem Forschungslabor arbeitet, den Kollegen heiratet und ein Kind, Lily, bekommt.
Mit dem dritten Teil werden alle Fragen, die während des Lesens aufkommen, geklärt und er zeigt auf, wie sehr die Vergangenheit Einfluss auf die Gegenwart nimmt.
Die Fragen, wie sind wir zu dem geworden, was wir sind, was ist meine Identität, wie wirken Entscheidungen auf eine Biographie, werden in dem Roman gestellt.
Die auf dem Cover abgebildete Auster ist gut gewählt, als Metapher für das Verborgene, das erst freigelegt werden muss und findet auch im Roman Erwähnung.
Im Spiegel sah ich einen typischen amerikanischen Mann, mit einer ausländischen Frau, obwohl ich genauso typisch amerikanisch war." Zitat S. 88
"Real Americans" von Rachel Khong ist eine Familiensaga über drei Generationen und hat die Themen Herkunft, Identität und Glück im Fokus.
Im ersten Teil folgt der Leser Lily, im zweiten Teil ihrem Sohn Nick und der dritte Teil erzählt von Mai, der Großmutter in drei verschiedenen Zeitebenen.
Die Geschichte beginnt 1999. Lily, Tochter ehrgeiziger chinesischer Einwanderer, hat wenig Geld und wohnt in einem ärmlichen Zimmer. Sie arbeitet als unbezahlte Praktikantin in einem großen Konzern, hält sich selbst für glücklos. Auf einer Party trifft sie den gutaussehenden, erfolgreichen und reichen Matthew. Sie werden ein Paar, er verwöhnt sie mit einem TV, einem Kurztrip nach Paris - mit anderen Worten: mit Matthew zieht Wohlstand, Optimismus und Glück ein. Sie heiraten und bekommen einen Sohn, Nick.
Doch für Lily bleibt ihr Glück weiterhin provisorisch, es kann sie jederzeit verlassen.
2021: Nun wird aus Nicks Perspektive erzählt. Der nun 15-jährige ist ohne Vater aufgewachsen und lebt mit seiner Mutter auf einer Insel in Washington und möchte am liebsten gemeinsam mit seinem Freund Timothy studieren. Da er seinen Vater nicht kennt, macht er sich auf die Suche und wird fündig.
Im dritten Teil geht es um Mai, seine Großmutter. Dafür geht Rachel Khong zurück ins China der 1960-er Jahre. Mai ist wissenschaftlich interessiert, sie will forschen. Doch Mao kommt an die Macht, die Kulturrevolution nimmt ihren Anfang. Wissenschaftliche Forschung verliert ihren Stellenwert. Statt zu forschen, muss Mai auf dem Feld arbeiten, eine Arbeit, die sie zwar durch ihre Kindheit auf einem Bauernhof kennt, doch die sie im Grunde nicht verrichten möchte. Sie nutzt die Gelegenheit zu fliehen, als ein Kollege ihr eine gemeinsame Flucht anbietet. Sie fliehen nach Amerika, wo Mai in einem Forschungslabor arbeitet, den Kollegen heiratet und ein Kind, Lily, bekommt.
Mit dem dritten Teil werden alle Fragen, die während des Lesens aufkommen, geklärt und er zeigt auf, wie sehr die Vergangenheit Einfluss auf die Gegenwart nimmt.
Die Fragen, wie sind wir zu dem geworden, was wir sind, was ist meine Identität, wie wirken Entscheidungen auf eine Biographie, werden in dem Roman gestellt.
Die auf dem Cover abgebildete Auster ist gut gewählt, als Metapher für das Verborgene, das erst freigelegt werden muss und findet auch im Roman Erwähnung.