Lesenswerter Gesellschaftsroman mit Längen
Mit „Real Americans“ hat Rachel Khong einen vielschichtigen Gesellschaftsroman geschaffen, der in drei Abschnitten das Leben und Schicksal einer jungen Amerikanerin, sowie deren Eltern, eines Wissenschaftlerpaares, das vor Maos Kulturrevolution aus China in die USA geflohen ist, und ihrem Sohn schildert.
Die Handlung spielt im wesentlichen in den Jahren um die Jahrtausendwende, um die Zeit der Coronapandemie und im Jahr 2030, springt aber unter anderem auch zurück zu Maos Diktatur in China.
Der erste Abschnitt, der die junge Lily Chen dabei begleitet, wie sie nach ihrem Studienabschluss in New York Fuß fassen möchte, hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Lilys Gefühlswelt wird dabei sehr detailliert geschildert mit ihren Versuchen im knallharten Medienbusiness ebenso wie im gesellschaftlichen Leben ihren Platz zu finden. Man ist dabei mittendrin in Manhattans China Town rund um die Ereignisse des 11. September 2001 und erhält einen tiefen Einblick in das Leben asiatischer Einwanderer.
Der 2. Abschnitt stellt einen harten Bruch dar. Ich möchte hier für künftige Leser nicht zu viel vorwegnehmen. Im Mittelpunkt steht jedoch vor allem Lilys Sohn Nik knappe 20 Jahre später, während er die Schule abschließt, ein Studium beginnt und herauszufinden versucht wer er wirklich ist. Dies klingt zwar spannend, ist aus meiner Sicht jedoch an etlichen Stellen zu langatmig – man könnte auch sagen langweilig – geraten. Dieser Abschnitt hat mich am wenigsten angesprochen und ich musst mich teilweise durch die Kapitel quälen.
Interessanter wird es dann wieder im letzten Abschnitt, bei dem vor allem das Schicksal von Niks Großmutter und Lilys Mutter im Mittelpunkt steht und einige lose Fäden aus den vorigen Abschnitten zusammengeführt werden. Auch hier möchte ich nicht zu viel verraten, aber es geht um durchaus wichtige gesellschaftliche Themen und die Handlung regt zum Nachdenken an.
Unter dem Strich war es für mich ein lesenswerter Roman mit etlichen unterschiedlichen Facetten, der mich einerseits in großen Teilen angesprochen hat, aber vor allem wegen der Längen im zweiten Teil dennoch sein Potential nicht voll ausgeschöpft hat. Das Buch ist durchaus lesenswert, jedoch insgesamt nur gehobener Durchschnitt.
Die Handlung spielt im wesentlichen in den Jahren um die Jahrtausendwende, um die Zeit der Coronapandemie und im Jahr 2030, springt aber unter anderem auch zurück zu Maos Diktatur in China.
Der erste Abschnitt, der die junge Lily Chen dabei begleitet, wie sie nach ihrem Studienabschluss in New York Fuß fassen möchte, hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Lilys Gefühlswelt wird dabei sehr detailliert geschildert mit ihren Versuchen im knallharten Medienbusiness ebenso wie im gesellschaftlichen Leben ihren Platz zu finden. Man ist dabei mittendrin in Manhattans China Town rund um die Ereignisse des 11. September 2001 und erhält einen tiefen Einblick in das Leben asiatischer Einwanderer.
Der 2. Abschnitt stellt einen harten Bruch dar. Ich möchte hier für künftige Leser nicht zu viel vorwegnehmen. Im Mittelpunkt steht jedoch vor allem Lilys Sohn Nik knappe 20 Jahre später, während er die Schule abschließt, ein Studium beginnt und herauszufinden versucht wer er wirklich ist. Dies klingt zwar spannend, ist aus meiner Sicht jedoch an etlichen Stellen zu langatmig – man könnte auch sagen langweilig – geraten. Dieser Abschnitt hat mich am wenigsten angesprochen und ich musst mich teilweise durch die Kapitel quälen.
Interessanter wird es dann wieder im letzten Abschnitt, bei dem vor allem das Schicksal von Niks Großmutter und Lilys Mutter im Mittelpunkt steht und einige lose Fäden aus den vorigen Abschnitten zusammengeführt werden. Auch hier möchte ich nicht zu viel verraten, aber es geht um durchaus wichtige gesellschaftliche Themen und die Handlung regt zum Nachdenken an.
Unter dem Strich war es für mich ein lesenswerter Roman mit etlichen unterschiedlichen Facetten, der mich einerseits in großen Teilen angesprochen hat, aber vor allem wegen der Längen im zweiten Teil dennoch sein Potential nicht voll ausgeschöpft hat. Das Buch ist durchaus lesenswert, jedoch insgesamt nur gehobener Durchschnitt.