Nuanciert

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Ich wollte Real Americans gerne lesen, weil ich selbst ein Jahr in den USA gelebt habe und die kulturelle Diversität, die dort anzutreffen ist, mich fasziniert. Sehr interessant also Mal eine nicht-weiße Perspektive darauf, was eigentlich einen Amerikaner ausmacht, in Romanform genießen zu dürfen.
Ich habe schnell ein greifbares Gefühl dafür bekommen, was Lily als third-culture-kid ausmacht. In allem, was sie erlebt, spielt die Frage nach ihrer Identität eine Rolle.
Spannend fand ich auch, dass erst nach und nach deutlich wird, was ihre Eltern ausmacht und wie die Vergangenheit von Lily und Matthew verwoben ist und wie sich das ganze auf die nächste Generation auswirkt.
Da ich selbst zwischen zwei Kulturen großgeworden bin, fand ich es sehr spannend Lilys Weg mitzuverfolgen.
Wer einen entspannten Feelgood-Sommerroman sucht, ist hier wahrscheinlich falsch. Aber wer Lust auf einen Roman hat, der einen zum Thema kulturelle Identität herausfordert, ist hier genau richtig.