Viel Amerika und dann die Menschen, die so unbedingt dazu gehören wollen

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sofiewalden Avatar

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Rachel Khongs Drei-Generationen-Roman, er beeindruckt, lässt die Leser teilhaben an dem großen Traum und dem nicht immer erfolgreichen Bestreben, Teil davon zu sein. Die studierte Biologin May verlässt ihre chinesische Heimat, um für sich selbst und ihre zukünftige Familie ein freies erfülltes Leben zu ermöglichen. Ihre wissenschaftlichen Forschungen beschäftigen sich mit dem menschlichen Genom und sie führt Versuche durch. Ihre in Amerika geborene Tochter Lily, sie kann sich jedoch so gar nicht für diese Welt begeistern. Sie, schließt ein Studium ab, aber ihre Hoffnungen, in diesem, doch auch ihrem Land voranzukommen, scheitern. Rassismus und Vorurteile pflastern ihren Weg. Aber dann wird ihre dürftige Existenz plötzlich durchbrochen, von einem Mann. Es ist die große Liebe, doch Matthew kommt aus einer ganz anderen Welt, einer erfolgreichen Familie, die in der Medizinbranche viel Geld verdient und zur absoluten Oberschicht gehört. Und dann ist da Lily, die aus einer Einwandererfamilie kommt und nichts aufzuweisen hat. Aber es funktioniert, man heiratet und das Paar bekommt einen Sohn. 20 Jahre später lebt Lily mit ihrem Sohn Nick auf einer vor dem Bundesstaat Washington gelegenen Insel. Der Wunsch des Jungen, seine Identität zu erforschen, wird ihm zunehmend wichtiger. Aber seine Mutter schweigt, so dass er selbst per Genanalyse nach seinen väterlichen Wurzeln sucht. Und was er dann erfährt, ist prägend, für alles, was sein Sein und die Beziehung zu seiner Familie ausmacht.

Dieses Buch, es ist berührend, in seiner Gefühlswelt, die wir Leser zu verkraften haben. Und es ist ein so absolutes Real America, mit der gravierenden Hypothek, Einwanderer zu sein. Man tut alles dafür, zugehörig zu sein und die Hoffnung darauf ist groß. Doch viel ist davon nicht geblieben, erloschen ist sie aber nicht. Aber auch die positiven, die freudigen Erlebenszeiten haben ihren Platz und auch hier lebt man mit.
Ein großer Roman und der Kampf seiner Protagonisten um ihren Platz, das hallt lange nach.