Vielschichtiger Roman über Herkunft und Identität
Der Roman schildert in drei Teilen das Leben verschiedener Familienmitglieder über mehrere Generationen und ihre jeweilige Beziehung untereinander. Er behandelt bedeutende Fragen über Herkunft, Identität und Werte, sowie die Frage, wie manipulier- bzw. optimierbar die Menschheit sein sollte. Als Leser lernen wir Lily, ihren Sohn Nick und ihre Mutter May kennen, deren jeweilige Perspektive von teils unterschiedlichen, teils aber auch gemeinsamen Herausforderungen geprägt ist. Besonders war für mich die doch sehr unterschiedliche Erzählweise, mit der man die Hauptpersonen kennenlernt. Der Schreibstil der Autorin schafft somit eine teils sehr schnelllebige, fast holprige Erzählweise, in der man beim Lesen das Gefühl hat, Zwischenschritte zu überspringen, teils aber auch sehr gefühlvolle Schilderungen über die Frage, wer man ist und wer man sein möchte. Insgesamt ließ sich der Roman schnell lesen, an manchen Stellen hat mir jedoch die Tiefe etwas gefehlt, die jedoch im Laufe des Buches zunahm. Einige Fragen, die sich im Laufe der Geschichte ergeben haben, wurden auf teils geschickte Weise aufgelöst - mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Das Buch bietet hervorragendes Diskutierpotential und lässt mich sicher nicht so schnell los!