Vielschichtiger Roman über Identität
Was macht die amerikanische Identität heutzutage aus? Und gibt es sie überhaupt, die „Real Americans“? Diesen Fragen versucht Rachel Khong in ihrem Roman auf den Grund zu gehen, sie spürt ihnen nach, seziert sie geradezu. Das Ergebnis ist eine vielschichtige, generationenübergreifende und hochaktuelle Version des modernen amerikanischen Romans.
Auf drei Zeitebenen lernt man drei Generationen der Familie Chen kennen: May, die einst aus China geflohen und in die USA eingewandert ist, um ihre persönliche Version des amerikanischen Traums zu leben, nämlich als Frau in den Wissenschaften Erfolg zu haben und der Armut ihrer Jugend zu entkommen. Lily, Mays Tochter, die nicht in die Fußstapfen ihrer wissenschaftlich erfolgreichen Eltern treten will und sich frei macht von deren Erwartungen und Wünschen. Und schließlich Nick, Lilys Sohn, der mit seinen eigenen Identitätsproblemen zu kämpfen hat, da sein Aussehen nicht auf seine asiatische Abstammung schließen lässt und er zudem ohne Vater aufwächst.
Mir hat der Roman deshalb so gut gefallen, weil er wirklich eine Vielzahl an Themen und Problemen, die mit Identität zu tun haben, beleuchtet. Einige Themen entfalten sich erst während des Lesens, sind zart angedeutet, andere wiederum sind offensichtlich und präsent und regen zum Nachdenken über die aktuelle Situation (nicht nur) in den USA an. Auch die Auswirkungen, die diese Identitätsfragen mit sich bringen, werden subtil sichtbar, so zum Beispiel Einsamkeit und Verlorenheit innerhalb der Gesellschaft. Interessant fand ich vor allem die Frage, inwieweit die Gene mit Identität zu tun haben, gerade auch hinsichtlich der immer mehr in den Vordergrund rückenden Diskussionen über Gentherapie und Genmanipulation. So spielt ein Teil des Romans in der nahen Zukunft (2030) und gibt einen kurzen Einblick in das, was möglicherweise dann schon Realität sein könnte.
Ein durchweg gelungener, flüssig zu lesender Roman, der aktuelle Probleme in den Fokus rückt und der mich durch seine Vielschichtigkeit beeindruckt hat.
Auf drei Zeitebenen lernt man drei Generationen der Familie Chen kennen: May, die einst aus China geflohen und in die USA eingewandert ist, um ihre persönliche Version des amerikanischen Traums zu leben, nämlich als Frau in den Wissenschaften Erfolg zu haben und der Armut ihrer Jugend zu entkommen. Lily, Mays Tochter, die nicht in die Fußstapfen ihrer wissenschaftlich erfolgreichen Eltern treten will und sich frei macht von deren Erwartungen und Wünschen. Und schließlich Nick, Lilys Sohn, der mit seinen eigenen Identitätsproblemen zu kämpfen hat, da sein Aussehen nicht auf seine asiatische Abstammung schließen lässt und er zudem ohne Vater aufwächst.
Mir hat der Roman deshalb so gut gefallen, weil er wirklich eine Vielzahl an Themen und Problemen, die mit Identität zu tun haben, beleuchtet. Einige Themen entfalten sich erst während des Lesens, sind zart angedeutet, andere wiederum sind offensichtlich und präsent und regen zum Nachdenken über die aktuelle Situation (nicht nur) in den USA an. Auch die Auswirkungen, die diese Identitätsfragen mit sich bringen, werden subtil sichtbar, so zum Beispiel Einsamkeit und Verlorenheit innerhalb der Gesellschaft. Interessant fand ich vor allem die Frage, inwieweit die Gene mit Identität zu tun haben, gerade auch hinsichtlich der immer mehr in den Vordergrund rückenden Diskussionen über Gentherapie und Genmanipulation. So spielt ein Teil des Romans in der nahen Zukunft (2030) und gibt einen kurzen Einblick in das, was möglicherweise dann schon Realität sein könnte.
Ein durchweg gelungener, flüssig zu lesender Roman, der aktuelle Probleme in den Fokus rückt und der mich durch seine Vielschichtigkeit beeindruckt hat.