Geschichte mit Potenzial

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chemikerin Avatar

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Bei Reap & Sow hatte ich eigentlich ziemlich schnell das Gefühl: Okay, das könnte gefährlich für meine Leseliste werden. Die Idee, Lebensjahre gegen die eigenen Wünsche einzutauschen, finde ich nämlich richtig spannend und natürlich dauert es nicht lange, bis das Ganze komplett aus dem Ruder läuft. Wäre ja auch langweilig, wenn Pakte mit Dämonen einfach mal problemlos funktionieren würden.

Eda hat mir als Protagonistin bisher gut gefallen. Sie wirkt entschlossen, ein bisschen impulsiv und vor allem so, als würde sie für ihre Brüder wirklich alles tun. Was natürlich die perfekte Voraussetzung dafür ist, absolut vernünftige Dinge zu machen, wie zum Beispiel einen weiteren Pakt mit einem Dämon einzugehen.

Und dann ist da Kit. Ein gefährlicher, gerissener und selbstverständlich attraktiver Dämon. Denn anscheinend haben wir inzwischen kollektiv beschlossen, dass fragwürdige übernatürliche Männer einfach ein eigenes Romantasy-Untergenre verdienen. Ich beschwere mich allerdings nicht. Die Dynamik zwischen ihm und Eda macht auf jeden Fall neugierig und ich kann mir gut vorstellen, dass der angekündigte Slow Burn noch einiges an Unterhaltung bereithält.

Besonders gut gefallen hat mir bisher die etwas düstere, gothicartige Atmosphäre. Gleichzeitig wirkt die Geschichte nicht komplett schwer, sondern hat genug Humor und Schlagabtausch, damit es Spaß macht, durch die Seiten zu kommen. Das Konzept mit den Pakten und den gestohlenen Lebensjahren hebt sich für mich außerdem angenehm von den typischen Fae-Geschichten ab, die momentan gefühlt überall warten.

Ob Reap & Sow am Ende wirklich etwas komplett Neues macht, muss sich natürlich noch zeigen. Aber die Leseprobe hat definitiv ihren Job erledigt: Ich möchte wissen wie es weiter geht.