Atmosphärische Gothic-Romantasy mit Abstrichen
Das düstere Gothic-Cover von „Reap & Sow“ sowie der Klappentext haben mich sofort neugierig auf das Buch gemacht. Gerade die Mischung aus Fantasy, düsterem Setting und Romance klang für mich extrem vielversprechend. Und auch wenn die Geschichte für mich nicht in allen Punkten zu 100 % funktioniert hat, liefert Charlotte B. Plumb hier eine tolle atmosphärische Gothic-Romantasy-Story (perfekt für den Herbst!) ab. Generell ist das Buch eher etwas für ein etwas jüngeres Zielpublikum, würde ich sagen. Aber ist ja auch nicht umsonst bei cbj publiziert worden.
Was mir definitiv gut gefallen hat, war die Ausgestaltung der Welt. Blackbridge mit seinem viktorianisch angehauchten Setting, den Portalen in eine Anderswelt und den Dämonen ist beim Lesen sofort vor meinem inneren Auge erwacht. Einzelne Dark-Horror-Elemente tragen zusätzlich zur dichten, herrlich düsteren Atmosphäre des Romans bei.
Was mir dagegen ein bisschen gefehlt hat, war die Ambiguität der Charaktere. Die Figuren sind alle liebevoll ausgestaltet und ich mochte Eda und einige der Nebencharaktere wirklich gerne, aber trotzdem ließ sich bei fast allen sehr schnell erahnen, auf welcher Seite sie stehen und welche Rolle sie im Buch spielen würden. Die Geschichte und Ausgestaltung ist kreativ und der Plot insgesamt solide, aber der rote Faden orientiert sich trotzdem stark an Schema F. Hätte ich das Buch vor 15 Jahren in meiner Jugend gelesen, hätte es mir vermutlich noch deutlich besser gefallen. Da ich mittlerweile aber sehr viele Fantasy- und Romantasy-Romane verschlungen habe, fehlten mir hier vielschichtigere Motive und unvorhersehbare Twists.
Das Spice-Level würde ich bei etwa 🌶️🌶️ / 5 einordnen. Intime Szenen werden angerissen, aber nicht super explizit beschrieben oder in die Länge gezogen. Allerdings kamen sie mir zum Teil etwas deplatziert und von der eigentlichen Handlung isoliert vor. Wie eine Realitätsflucht, obwohl gerade eigentlich zu viel dafür auf dem Spiel steht und dadurch etwas unrealistisch.
Als kleine Info für alle, die keine fiesen Cliffhanger mögen: Das Buch ist zwar Teil einer Reihe, endet aber so rund, dass es theoretisch auch problemlos für sich allein stehen kann.
Wer noch nicht zu viele Romantasy-Plots kennt oder wen etwas Vorhersehbarkeit beim Lesen nicht stört, dem würde ich das Buch insgesamt aber trotzdem weiterempfehlen. 3,5 Sterne aufgerundet auf 4.
Was mir definitiv gut gefallen hat, war die Ausgestaltung der Welt. Blackbridge mit seinem viktorianisch angehauchten Setting, den Portalen in eine Anderswelt und den Dämonen ist beim Lesen sofort vor meinem inneren Auge erwacht. Einzelne Dark-Horror-Elemente tragen zusätzlich zur dichten, herrlich düsteren Atmosphäre des Romans bei.
Was mir dagegen ein bisschen gefehlt hat, war die Ambiguität der Charaktere. Die Figuren sind alle liebevoll ausgestaltet und ich mochte Eda und einige der Nebencharaktere wirklich gerne, aber trotzdem ließ sich bei fast allen sehr schnell erahnen, auf welcher Seite sie stehen und welche Rolle sie im Buch spielen würden. Die Geschichte und Ausgestaltung ist kreativ und der Plot insgesamt solide, aber der rote Faden orientiert sich trotzdem stark an Schema F. Hätte ich das Buch vor 15 Jahren in meiner Jugend gelesen, hätte es mir vermutlich noch deutlich besser gefallen. Da ich mittlerweile aber sehr viele Fantasy- und Romantasy-Romane verschlungen habe, fehlten mir hier vielschichtigere Motive und unvorhersehbare Twists.
Das Spice-Level würde ich bei etwa 🌶️🌶️ / 5 einordnen. Intime Szenen werden angerissen, aber nicht super explizit beschrieben oder in die Länge gezogen. Allerdings kamen sie mir zum Teil etwas deplatziert und von der eigentlichen Handlung isoliert vor. Wie eine Realitätsflucht, obwohl gerade eigentlich zu viel dafür auf dem Spiel steht und dadurch etwas unrealistisch.
Als kleine Info für alle, die keine fiesen Cliffhanger mögen: Das Buch ist zwar Teil einer Reihe, endet aber so rund, dass es theoretisch auch problemlos für sich allein stehen kann.
Wer noch nicht zu viele Romantasy-Plots kennt oder wen etwas Vorhersehbarkeit beim Lesen nicht stört, dem würde ich das Buch insgesamt aber trotzdem weiterempfehlen. 3,5 Sterne aufgerundet auf 4.