Dämonen, Seelenhandel und eine Tension, die heißer brennt als jeder Spice. 🖤🔥

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april1985 Avatar

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Worum geht es?

Eda Shaw ist eine Seelenhändlerin.
Durch einen Pakt an den Dämon Mr Night gebunden, müssen sie und ihre Brüder Menschen finden, die bereit sind, ihre Lebensjahre gegen ihre tiefsten Wünsche einzutauschen. Nur noch zehn Jahre fehlen, dann wäre die Schuld der Familie endlich beglichen.
Die Freiheit scheint zum Greifen nah.
Doch dann fliegen die Geschwister auf. Edas Brüder werden wegen des Paktierens mit Dämonen festgenommen, während Eda fliehen kann.
Um ihre Brüder vor der Hinrichtung zu retten, bleibt ihr nur eine Möglichkeit: Sie muss selbst einen Pakt mit einem Dämon eingehen. Und dieser Dämon ist Kit’rath. Gerissen, gefährlich, unberechenbar.

Meine Gedanken:

Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt.

Dämonen. Seelenhandel. Spiegel, die als Portale in eine Anderswelt führen. Das Spiel mit dem Verbotenen und die Frage, wie weit ein Mensch gehen würde, wenn die Verzweiflung groß genug ist. Genau diese Mischung hat mich sofort fasziniert.
Denn eigentlich wissen die Menschen, dass ein Handel mit einem Dämon niemals ohne Konsequenzen bleibt. Trotzdem lässt sich immer jemand darauf ein. Man weiß, dass etwas falsch ist – und trotzdem kann Verzweiflung uns Menschen zum Narren machen. Genau darauf basiert das Geschäft von Eda und ihren Brüdern. Nicht einmal freiwillig, sondern aufgrund einer Schuld, die sie von ihrem Vater geerbt haben.
Und allein diese Ausgangslage hatte mich schon komplett.

Eda – Wölfin im Schafspelz:

Ich liebe Eda. Mehr muss ich eigentlich gar nicht sagen. Ja, sie trifft fragwürdige Entscheidungen. Ja, bei manchen davon möchte man sie vermutlich kurz schütteln.
Aber ich verzeihe es ihr. Eda ist tough, willensstark und bereit, unglaublich große Opfer zu bringen, um ihre Brüder zu retten. Gleichzeitig ist sie keine makellose Heldin. Sie kennt die dunklen Seiten von Blackbridge und hat selbst lange genug mit ihnen gearbeitet. Und genau deshalb fand ich sie so spannend. Eda ist keine klassische Heldin – und möchte wahrscheinlich auch gar keine sein.

Kit – Dämon mit Allüren:

I am obsessed with this demon!
Ja. Ich bin offiziell ein Kit-Fangirlie. Kit ist einfach kein typischer Klischeedämon. Er ist erfrischend anders, hat Stil und liebt Mode, Musik und Tanz. Und ganz ehrlich? Ich habe ihn dafür gefeiert. Noch besser wird es durch seinen ganz besonderen Sidekick. Da warten einige wirklich unterhaltsame Gespräche. Aber so charmant und exzentrisch Kit auch wirkt: Man darf nie ganz vergessen, was er ist. Ein Dämon.
Und genau diese Mischung aus gefährlich, unberechenbar und gleichzeitig unglaublich unterhaltsam hat bei mir hervorragend funktioniert.

Tension statt Spice:

Die Dynamik zwischen Eda und Kit ist für mich ganz großes Kino. Der Banter. Die Wortgefechte. Diese ständige Spannung.
Ich hatte Herzklopfen. Dabei ist die Geschichte eigentlich gar nicht besonders spicy. Aber braucht es hier überhaupt mehr?
Für mich nicht. Denn die Atmosphäre zwischen den beiden ist feurig heiß, ohne dass ständig etwas passieren muss.
Blicke, Worte und kleine Momente reichen vollkommen. Manchmal ist Tension eben einfach heißer als jede explizite Szene.

Blackbridge:

Und dann diese Welt. Düster. Nebelig. Bedrohlich. Blackbridge ist ein Schmelztiegel aus dunklen Machenschaften, Verrat und Lügen. Dabei sind längst nicht nur die Dämonen das Problem. Teilweise sind die Menschen mindestens genauso schlimm. Jeder scheint nur auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein. Macht, Gier und Reichtum bestimmen vieles – und selbst die Ordenshüter und der Bischof sind davon nicht ausgenommen.
Die Kirche spielt eine tragende Rolle im Kampf gegen alles, was sie als ungläubig oder verboten betrachtet. Und natürlich steckt noch deutlich mehr dahinter.
Ich hatte beim Lesen sofort Bilder im Kopf:
Dunkle, verwinkelte Gassen. Pflastersteine. Düstere Straßenlaternen, die lange Schatten an die Häuser werfen. Viktorianisch anmutende Gebäude neben heruntergekommenen Ladengeschäften. Und über allem thront die Heilige Kirche.
Genau so muss Worldbuilding für mich funktionieren. Nicht einfach nur als Kulisse, sondern so, dass ich das Gefühl habe, selbst durch diese Straßen zu laufen.

Gewichtige Enthüllungen & dunkle Machenschaften:

Auch erzählerisch verliert das Buch für mich kaum Zeit. Die Geschichte wird in einem ziemlich rasanten Tempo erzählt und die ersten Twists lassen nicht lange auf sich warten. Ich war ab den ersten Kapiteln gefesselt. Intrigen, Verrat, Machtspiele und neue Enthüllungen sorgen immer wieder dafür, dass man hinterfragen muss, wem überhaupt zu trauen ist.
Und natürlich wollte ich vor allem wissen, was hinter Mr Night, Kit, der Kirche und Edas Familiengeschichte wirklich steckt.
Ich konnte einfach nicht aufhören, mit Eda und Kit mitzufiebern.

Schreibstil:

Auch sprachlich hat mich Reap & Sow komplett bekommen. Charlotte B. Plumb schreibt sehr einnehmend und gleichzeitig unglaublich bildhaft. Dieses Buch hat mir eine richtige Bilderflut beschert. Ich konnte Blackbridge sehen. Den Nebel. Die Gassen. Die Spiegel. Die dunklen Häuser. Diese ganze Welt fühlte sich für mich lebendig und greifbar an.
Und gerade zusammen mit dem schnellen Tempo hat das dafür gesorgt, dass ich nur so durch die Geschichte geflogen bin.

Was bleibt?

Highlight! Reap & Sow hatte einfach so viele Dinge, die genau mein Beuteschema treffen.
Dämonen. Seelenhandel. Verbotene Magie.
Eine düstere Stadt voller Lügen und Korruption.

Eine toughe, moralisch graue Protagonistin.
Und Kit. Vor allem Kit. 😅

Die Chemie zwischen Eda und ihm hat mich komplett bekommen, obwohl das Buch gar nicht viel Spice braucht. Der Banter, die Tension und diese unglaublich dichte Atmosphäre haben vollkommen gereicht.
Dazu kommen rasante Wendungen, ein faszinierendes Worldbuilding und ein Schreibstil, der mir Blackbridge direkt vor Augen gezaubert hat.

Ich war von der ersten Seite an drin – und wollte nicht mehr raus.

🦉🦉🦉🦉🦉 / 5
Spice: 🔥🔥 / 5
Chemie: ✨✨✨✨✨ / 5
Atmosphäre: 🌙🌙🌙🌙🌙 / 5

Fünf Eulen für Dämonen, dunkle Pakte, eine Stadt voller Geheimnisse und einen Dämon, bei dem ich offenbar freiwillig jede Vernunft an der Tür abgegeben habe. 😈🖤✨