Was ist ein Wunsch wirklich wert?

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bücherdrache Avatar

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Am meisten hat mich an Blackbridge die Idee dahinter angesprochen, dass Wünsche mit Lebenszeit bezahlt werden. Eda und ihre Brüder verdienen damit ihr Geld und sind gleichzeitig selbst an den Pakt ihres verstorbenen Vaters gebunden. Dabei fand ich spannend, wie schnell aus einem scheinbar einfachen Handel etwas Unberechenbares werden kann. Auch die Frage, wer hier eigentlich auf welcher Seite steht, bleibt lange offen.

Eda war mir sympathisch, obwohl ich bei ihren Entscheidungen mehr als einmal dachte, dass sie sich damit gerade selbst in Schwierigkeiten bringt. Sie handelt aus Sorge um ihre Brüder und nimmt dabei einiges auf sich. Besonders interessant fand ich ihre unterschiedliche Sicht auf den Vater und wie sich dadurch auch die Familiengeschichte nach und nach verändert.

Kitrath hat bei mir etwas länger gebraucht. Mit seiner bissigen und selbstgefälligen Art war er zunächst nicht unbedingt mein Fall. Je mehr von ihm zum Vorschein kam, desto lieber mochte ich ihn allerdings. Die Gespräche mit Eda waren für mich dabei ein besonderer Teil der Geschichte. Zwischen den beiden entsteht langsam etwas, ohne dass die Handlung sofort in Romantik kippt. Ich mochte dieses vorsichtige Annähern und den trockenen Humor, der immer wieder dazwischenfunkt.

Auch das Gothic-Gefühl hat für mich gut funktioniert. Dämonen, Hexen und eine religiöse Ordnung, die ihre eigenen Vorstellungen von Gut und Böse durchsetzen will, passen gut zu dieser Geschichte. Gleichzeitig bleibt genug Humor, damit es nicht dauerhaft schwer wird.

An einzelnen Stellen hätte ich mir etwas mehr Zeit für bestimmte Entwicklungen gewünscht. Und dann kommt dieser letzte Absatz. Ich dachte, die Geschichte würde nun einen vorläufigen Abschluss finden, doch stattdessen wird plötzlich eine neue Frage aufgeworfen. Nach diesem Ende bin ich nun jedenfalls gespannt, was sich dahinter verbirgt und wie es weitergeht.