Ein ungewöhnlicher und ziemlich wilder Einstieg

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ladytiga Avatar

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Bei diesem Buch gefällt mir bisher besonders gut, dass die Geschichte immer wieder zwischen den beiden Hauptpersonen wechselt. Dadurch erlebt man die gleichen Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln und irgendwie passiert alles gleichzeitig, nur eben aus einer anderen Perspektive. So etwas lese ich tatsächlich gerne, weil man dadurch beide Seiten besser kennenlernt.

Am Anfang geht es um Jax. Er ist ein Auftragskiller und gehört zur Rebellion. Schon früh musste er lernen zu töten und ist inzwischen Scharfschütze. Mithilfe von Aether kann er bei anderen Menschen so etwas wie einen Umriss erkennen und dadurch herausfinden, wer vor ihm steht.

Sein Ziel ist Orion Sinclair, einen mächtigen Arzt des Regimes. Jax macht ihn für verschiedene Verbrechen verantwortlich und ist deshalb überzeugt davon, dass er ihn töten muss. Als er schließlich auf ihn schießen will, kommt allerdings dessen Tochter Luciana dazwischen. Und Jax kann nicht einfach abdrücken, weil sie mit den Dingen, für die er ihren Vater verantwortlich macht, eigentlich nichts zu tun hat. Also muss er schnell verschwinden, bevor er entdeckt wird.

Danach wechselt die Geschichte zu Luciana.

Sie lebt auf der gehobeneren Seite der Stadt und ist die Tochter von Orion Sinclair. Eigentlich könnte man denken, dass sie dort alles hat, was sie braucht. Trotzdem fühlt sie sich irgendwie als Außenseiterin, weil sie selbst keine Aethergabe besitzt. Dazu kommt eine seltene Krankheit, unter der sie sehr leidet. Sie hat unter anderem Kopfschmerzen, Erschöpfung und Schlafstörungen und muss deshalb Medikamente nehmen.

Ihre Krankheit beschäftigt sie sehr. Sie geht deshalb heimlich in die Unterstadt, um dort nach Informationen zu suchen. Ihre Mutter stammt aus dem Dominion und Luciana hofft, vielleicht über ihre Herkunft etwas über ihre Krankheit herauszufinden. Dort findet sie schließlich ein Buch, das ihr vielleicht Antworten geben könnte.

Allerdings ist genau dieses Buch verboten, weil es aus dem Dominion stammt. In einer Welt, in der Myra und das Dominion im Krieg liegen, könnte allein der Besitz des Buches schon bedeuten, dass Luciana mit dem Feind zusammenarbeitet.

Auf dem Rückweg wird es dann richtig gefährlich. Sie wird von zwei Hollows angegriffen, entstellten und gefährlichen Kreaturen, die irgendwie mit der Seuche zusammenhängen. Ein Mann hilft ihr und sie erkennt, dass er wahrscheinlich ein Rebell ist. Er erkennt wiederum, wer sie ist, nimmt ihr das Buch ab und versucht, damit zu verschwinden. Luciana wehrt sich allerdings, setzt ihr Abwehrspray ein und schafft es, ihm das Buch wieder abzunehmen und zu fliehen.

Zurück in der Oberstadt muss sie dann auch noch an einer Zeremonie teilnehmen, bei der ihr Vater eine wichtige Rolle spielt. Natürlich merkt er ziemlich schnell, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmt. Schließlich findet er das Buch und ist entsetzt, weil er genau weiß, welche Konsequenzen das für Luciana haben könnte.

Dabei merkt man aber auch, dass ihr Vater sie nicht einfach nur bestrafen möchte. Er will sie offenbar tatsächlich schützen und macht ihr klar, wie gefährlich es für sie werden könnte, wenn herauskommt, was sie getan hat.

Was mich an Luciana besonders beschäftigt, ist ihre Krankheit. Sie weiß, dass sie sie von ihrer Mutter geerbt hat und dass sie in ihrer jetzigen Heimat als unheilbar gilt. Gleichzeitig weiß sie kaum etwas darüber und bekommt auch von ihrer Umgebung immer wieder zu spüren, dass sie anders ist. Ich kann verstehen, warum sie unbedingt Antworten finden möchte, selbst wenn sie dafür ein verbotenes Buch besorgen muss.

Und natürlich frage ich mich jetzt, wie es zwischen Jax und Luciana weitergeht. Die beiden sind sich bereits begegnet, und da die Geschichte immer wieder zwischen ihren Perspektiven wechselt, gehe ich davon aus, dass sie sich noch öfter über den Weg laufen werden. Vielleicht entwickelt sich daraus sogar eine ziemlich starke Beziehung. Als kleine Romantikerin hoffe ich natürlich darauf.

Und vielleicht kann ausgerechnet der Rebell ihr irgendwann bei ihrer Krankheit helfen. Das würde natürlich noch einmal eine ganz andere Verbindung zwischen den beiden schaffen.

Bisher gefällt mir das Buch wirklich gut. Die unterschiedlichen Perspektiven finde ich spannend, die Welt mit Aether, dem Krieg und den politischen Machtstrukturen ist interessant und Lucianas Suche nach einer Möglichkeit, mit ihrer Krankheit umzugehen, hat mich neugierig gemacht.

Ich möchte auf jeden Fall wissen, wie es mit den beiden weitergeht – und vor allem, ob Luciana irgendwann herausfindet, was wirklich hinter ihrer Krankheit steckt.