Sofort gepackt

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vanelli_0503_ Avatar

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mich direkt gepackt. Schon der Einstieg ist unglaublich spannend und gleichzeitig ziemlich düster: Jax, der als Teil der Rebellion einen Auftrag ausführt und den mächtigen Generalarzt Orion Sinclair töten will, vermittelt sofort, wie brutal und gefährlich die Welt von Myra ist. Besonders interessant fand ich dabei, dass Jax nicht einfach als klassischer „Held“ dargestellt wird. Er ist bereit zu töten, trägt viel Wut und Verbitterung in sich und scheint selbst durch das Regime zu dem geworden zu sein, was er nun bekämpft.

Noch mehr neugierig gemacht hat mich aber Luciana. Sie lebt eigentlich in der privilegierten Oberstadt und ist die Tochter genau jenes Mannes, den Jax töten möchte. Gleichzeitig merkt man schnell, dass sie mit der Welt, in der sie lebt, nicht wirklich im Reinen ist. Heimlich begibt sie sich in die Sperrzone, sucht dort nach verbotenem Wissen und riskiert damit ihre eigene Sicherheit. Besonders die Suche nach dem Medizinbuch hat mir gefallen, weil dadurch deutlich wird, wie verzweifelt Luciana nach Antworten sucht.

Die Welt selbst finde ich ebenfalls sehr spannend. Die verschiedenen Gaben und die Bedeutung des Aethers machen Lust darauf, mehr über die Regeln dieser Gesellschaft zu erfahren. Gleichzeitig gibt es mit dem Dominion, der Rebellion und den Hollows mehrere Konflikte, die miteinander verbunden zu sein scheinen. Besonders die Begegnung mit den Hollows sorgt für eine richtig düstere Atmosphäre. Luciana wird plötzlich nicht mehr nur mit den politischen Gefahren ihrer Welt konfrontiert, sondern muss tatsächlich um ihr Leben kämpfen.

Und dann kommt natürlich die Begegnung mit dem geheimnisvollen Rebellen. Dass ausgerechnet der Mann, der Luciana das Leben rettet, kurz darauf erkennt, wer sie ist, hat für mich sofort Spannung erzeugt. Er weiß, dass sie die Tochter seines Feindes ist, während sie erkennt, dass er ein Rebell ist. Dazu kommt das gestohlene Medizinbuch, das plötzlich zu einem weiteren Verbindungspunkt zwischen den beiden wird. Ich bin sehr gespannt, ob aus dieser Feindschaft vielleicht etwas entsteht, das beide Seiten infrage stellt.

Am meisten berührt hat mich allerdings Lucianas persönlicher Konflikt. Hinter ihrem scheinbar privilegierten Leben steckt eine junge Frau, die sich aufgrund ihrer Herkunft und ihrer Krankheit als Außenseiterin fühlt. Dass ausgerechnet das Blut ihrer Mutter aus dem Dominion für ihre Erkrankung verantwortlich ist und ihr Vater diese Herkunft offenbar als Makel betrachtet, gibt ihrer Figur noch einmal eine ganz andere Tiefe. Ihre Verzweiflung, endlich herausfinden zu wollen, was mit ihr geschieht, macht sie für mich sehr greifbar.

Ich liebe Geschichten, in denen Fantasy, eine düstere Gesellschaft, verbotene Geheimnisse, starke Charaktere und eine mögliche Slow-Burn-Romance zusammenkommen. „Rebel Empire“ scheint genau diese Mischung zu bieten. Die Leseprobe endet für mich an einem Punkt, an dem ich unbedingt wissen möchte, was hinter Lucianas Krankheit steckt, welche Rolle ihre Mutter und das Dominion spielen und was aus ihrer Begegnung mit dem Rebellen wird.

Ich würde das Buch deshalb sehr gerne vorablesen, weil mich die Welt, die Geheimnisse und vor allem die Dynamik zwischen Luciana und Jax sofort neugierig gemacht haben. Ich habe definitiv das Gefühl, dass hinter dieser Geschichte noch sehr viel mehr steckt, als die Leseprobe bisher verrät.