Bedrohliches Exil

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Bei Ankündigung des Buchs hat mich das Cover direkt fasziniert. Ich muss aber gestehen, dass es die Geschichte (bisher) nicht so trifft.

Julia Pauss zeichnet eine düstere und bedrohliche Welt im Auftakt ihrer Dystopie-Dilogie. An vielen Ecken lauern Geheimnisse, Intrigen und tödliche Bedrohungen. Dank ihres mitnehmenden Schreibstils konnte ich mich schnell in der Geschichte einfinden. Im Verlauf gibt es einige Längen, die noch etwas knackiger trotz Charakterentwicklung hätten sein können. Die Spannungskurve nimmt zum Ende wieder rasant zu.

Aufgrund des Covers habe ich eine eine äußerst selbstbewusste und durchsetzungsfähige Protagonistin erwartet. Ich vermute stark, dass wir dort noch landen werden, zu Beginn der Dilogie ist Luce jedoch noch sehr verletzlich und lenkbar. Vielleicht wäre daher ein Wechsel der Cover passender gewesen. Der Klappentext trifft die Story hier aber sehr gut.
Was wir definitiv in der Geschichte vorfinden, ist ein selbstsicherer und rebellischer Gegenspieler. Jax trägt viel des Nervenkitzels der Geschichte, indem er Luce in sein tödliches Visier nimmt. Und dann gibt es noch verschiedene Nebenfiguren, die guten, schlechten und moralisch-grauen. Man fiebert vor allem zum Ende des ersten Bands stark mit allen Figuren mit.

Wie immer erwartet man einen Twist zum Ende und der kommt in Form eines Cliffhangers, der dann doch überraschend ist. Ich bin äußerst neugierig, wie es in Hollow Storm weitergeht.

Schreibstil & Plot 4/5⭐
Worldbuilding & Logik 5/5⭐
Charaktere & Entwicklung 4/5⭐
Lesegefühl & Atmosphäre 4/5⭐