Nicht überzeugt

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violetterose Avatar

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Das Cover und auch der Klappentext haben mich direkt angesprochen. Ein Buch, in dem Nekromantie eine zentrale Fähigkeit darstellt, klang spannend und nach etwas Neuem für mich. Leider konnte mich der Inhalt nicht überzeugen, weshalb ich das Buch nach der Hälfte abgebrochen habe.

Die Leser werden direkt in die Handlung hineingeworfen. Was zunächst für einen guten Einstieg sorgt, geht allerdings zulasten der Hintergrundinformationen über die Protagonistin und das Setting. Selbst nach 230 Seiten bleibt mir das magische System noch weitgehend unklar. Zudem setzt die Protagonistin ihre Fähigkeiten bis zur Hälfte des Buches nur ein einziges Mal ein. Auch die anderen Figuren nutzen ihre besonderen Fähigkeiten nur vereinzelt. Die Handlung konnte mich daher nicht ausreichend mitreißen, um auf eine spätere Entfaltung der Magie warten zu wollen. Auch mit dem Umgang mit Sexismus weiß ich nicht so recht etwas anzufangen. Der männliche Protagonist wird als gerecht und feministisch dargestellt, was zunächst einen positiven Eindruck vermittelt. Die zahlreichen sexistischen Witze und der sexuelle Übergriff auf die Protagonistin durch Nebenfiguren untergraben diesen jedoch. Der Versuch, eine feministische Haltung zu vermitteln, wirkt dadurch auf mich wenig überzeugend und teilweise gezwungen. Die Begegnung und Anziehung zwischen den beiden Protagonisten stehen klar im Vordergrund. Allerdings konnte ich ihre zunehmende Anziehung kaum nachvollziehen, da sie hauptsächlich durch Kommentare und „Witze“ Außenstehender angedeutet wird, die beispielsweise fragen, ob die beiden nicht schon miteinander geschlafen hätten.

Fazit: Leider war das Buch nichts für mich.