Ein packender Spionagethriller mit erschreckend realistischem Szenario

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susanne-69 Avatar

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Red Star Down von D. B. John hat mich mit seiner Mischung aus politischer Spannung, Spionage und realen Ereignissen sofort gepackt. Die Geschichte beginnt mit mehreren scheinbar voneinander unabhängigen Ereignissen: Ein Nordkoreaner wird in Kuala Lumpur vergiftet, ein russischer Geheimdienstoffizier stirbt unter mysteriösen Umständen und gleichzeitig zieht ein Reality-TV-Star ins Weiße Haus ein. Schnell wird klar, dass hinter diesen Ereignissen mehr stecken könnte.

Besonders gut gefallen hat mir, wie geschickt der Autor reale politische Figuren und Ereignisse mit einer fiktiven Handlung verbindet. Dadurch bekommt die Geschichte eine fast beunruhigende Nähe zur Realität. Die verschiedenen Perspektiven – allen voran CIA-Agentin Jenna, der russische Student Aljoscha und der nordkoreanische Spion Eric – sorgen für Abwechslung und führen nach und nach die einzelnen Handlungsstränge zusammen.

Die Handlung ist komplex, aber gerade das macht den Reiz aus. Machtspiele, Verrat, Manipulation und internationale Geheimdienstoperationen sorgen dafür, dass man ständig versucht, die nächsten Schritte vorherzusehen. Gleichzeitig bleibt die Geschichte durch die unterschiedlichen Charaktere persönlich und greifbar.

Ein spannender und außergewöhnlicher Politthriller, der nicht nur unterhält, sondern auch einige unangenehme Fragen darüber aufwirft, wie schnell politische Macht, persönliche Interessen und Manipulation miteinander verschmelzen können. Für Fans von Spionagethrillern mit realpolitischem Hintergrund eine klare Empfehlung.