Spannender Polit-Spionagethriller rund um USA, Russland und Nordkorea

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sidis-bib Avatar

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D. B. John greift in seinem Thriller „Red Star Down“ die politischen Spannungen und Spionageaktivitäten zwischen USA, Russland und Nordkorea in den Jahren 2017 und 2018 auf – brisant, spannend und erschreckend zugleich.

Um was geht es?
Am Flughafen von Kuala Lumpur fällt Kim Jong-nam, Bruder des nordkoreanischen Staatsoberhaupts Kim Jong-un, einem Giftanschlag zum Opfer. Das Attentat löst eine ganze Reihe politischer Verwicklungen und Spionageaktivitäten in unterschiedlichen Ländern aus. Da ist zum einen die CIA-Agentin Jenna, die kurz vor Kim Jong-nams Tod ihn als Spion für ihr Land, die USA, gewinnen wollte. Sie hegt zudem aus persönlichen Gründen einen großen Hass auf Nordkorea. Zur gleichen Zeit lernen wir Eric Rahn kennen, Staatssekretär von Donald Trump, der versucht, auf dessen politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Und dann ist da noch Ljoscha, ein Moskauer Student, der Putin live im Fernsehen eine unangenehme Frage zum Thema Korruption stellt und damit viral geht. Plötzlich ist er Putins persönlicher Staatsfeind. Drei Schicksale und drei Nationen in angespannter politischer Lage, die in einen Strudel an Ereignissen gezogen werden, die das Leben vieler beeinflussen.

Protagonisten des Buches sind die drei oben genannten Personen. Jenna ist CIA-Agentin, zielstrebig, hart im Nehmen, gut ausgebildet und mit einem persönlichen Hass auf Nordkorea, der ihr größter Antrieb zu sein scheint. Bis zur Selbstaufgabe kämpft sie für die Sache ihres Landes und ihre persönliche „Sache“. Eric Rahn ist hochintelligent, bestens ausgebildet und als Staatssekretär von Donald Trump direkt im Zentrum der Macht. Permanent versucht er politischen Einfluss auf den Präsidenten zu nehmen, schmiedet Ränke und umgibt sich ausschließlich mit Menschen, von denen er sich etwas erhofft. Er hat keine Freunde, sondern nur Spielfiguren auf seinem Schachbrett. Unser dritter Protagonist ist komplett anders als die ersten beiden. Ljoscha ist russischer Student, regierungskritisch und mutig. Doch überdenkt er die Konsequenzen seines Handelns nur bedingt. Deswegen ist er auch überrascht, als er Putins Zielscheibe wird und schnell in seine neue Rolle als Staatsfeind hereinwachsen muss.

Diese drei Handlungsstränge mit den drei Protagonisten scheinen zunächst wenig miteinander zu tun zu haben und beleuchten erst mal „nur“ die politische Situation in den USA, Russland und Nordkorea und deren Beziehungen untereinander aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Das macht den Thriller aber auch unglaublich abwechslungsreich und dynamisch. Man fiebert mit Ljoscha mit, ist wütend über Erics Erfolge und liest voller Spannung Jennas Abschnitte. Nach und nach werden die einzelnen Handlungen von D. B. John geschickt miteinander verwoben, bis sich zum Schluss das ganze Bild zusammensetzt.

Auch wenn der Thriller fiktional ist, so sind doch viele in ihm beschriebene Ereignisse tatsächlich so passiert – manchmal zu etwas anderen Zeitpunkten. Aber diese Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit macht für mich den Reiz dieses Thrillers aus. Besonders gefallen haben mir die Nachbemerkungen des Autors, der noch einmal die im Buch aufgegriffenen politischen Ereignisse einordnet, ihnen Realitätsgehalt gibt und sie klar zu seiner Fiktion abgrenzt.

Fazit:
„Red Star Down“ von D. B. John ist ein spannender Polit-Spionagethriller rund um die Länder USA, Russland und Nordkorea, in dem auf geschickte Art Fiktion und Wirklichkeit miteinander verbunden werden. Er reißt einen förmlich im Strudel der Ereignisse mit, sodass der Thriller für mich persönlich ein echter Pageturner war. Allen politisch interessierten Thrillerfans kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Thrillerfans, die allerdings keine Affinität zu Politik haben, sollten besser die Finger davon lassen.