Von der Macht und Ohnmacht der Mächtigen dieser Welt

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frechdachs_aus_dem_blätterwald Avatar

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Gleich vielleicht eines vorweg.

Das Werk, das D.B. John hier vorlegt, legt die Messlatte innerhalb seines Genres sehr hoch. Was für ein wilder Ritt ist dem Autor hier bitte gelungen?Chapeau dafür!

Wer ist eigentlich James Bond? Er kann als Geheimagent meiner Meinung nach getrost einpacken.

Aber genug der Lobhudelei vorab.

Red Star Down kickt bereits vom Umfang her und kommt mit knapp über 700 Seiten schon gewaltig daher. Der Plot selbst birgt dabei genügend Zündstoff und ist vom Anfang bis zum Schuss einfach nur Spannung pur. Also bitte nicht von dem eher großen Umfang kirre machen lassen.

Man hetzt mit den Protagonisten durch die unterschiedlichen Schauplätze und sammelt sehr gewissenhaft einzelne Fährten. Diese Fährten verdichten sich mit der Zeit zu größeren Strängen, aber auch hier gelingt es D.B. John immer wieder nicht vorhersehbare Wendungen einzubauen, die dann immer wieder selbst erstaunen und auch etwas ratlos erscheinen lassen.

Beim Lesen selbst wird man immer wieder an real existierende Ereignisse erinnert bzw. aktuelle weltpolitische Geschehnisse folgen vielleicht auch etwas dieser topaktuellen Story. Genau dieser Umstand ist dann für mich persönlich das Salz in der Suppe. Der Plot ist wirklich realitätsnah geschildert und nicht einfach nur in Wolkenkuckucksheim künstlich konstruiert.

Übertriebene Action, wie in den Bond-Kino-Blockbustern, hat diese Story überhaupt nicht nötig und kommt auch nur selten vor. Hier stehen dann eher die Agententätigkeiten mit den Autokraten als Counterpart wirklich im Mittelpunkt des Geschehens. Die Erzählung lebt von den unterschiedlichen Blickwinkeln der drei Hauptprotagonisten Jenna, Eric und Ljoscha.

Ich verfing sehr schnell im Spinnennetz der autokratischen Machtzentralen USA, Russland und Nordkorea mit ihren perfiden Ränkespielen und kam nur schwer wieder davon los.