Schnelles Building

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tobi89 Avatar

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Das Buch macht von Seite 1 klar, was es ist: YA-Sci-Fi, zügig, gefällig, zwei Teenager mit gegensätzlichem Background – der eine reich und naiv, die andere arm und überlebenserprobt. Das Worldbuilding ist funktional, nicht ausgefeilt. Der Mars existiert als Kulisse, nicht als Welt: Man bekommt ein paar Zeilen über Schwerkraft, Unterdruckanlagen und Unternehmenskomplexe, aber nichts, was einen wirklich eintaucht.
Cleo ist deutlich interessanter als Hunter. Ihre Stimme hat Schärfe, ein gewisses Abercrombie-Straßenkind-Flair – nur eben deutlich weichgespült. Hunter ist der typische „privilegiert aber irgendwie nett"-Held, dessen innere Stimme öfter flachwitzig als wirklich charmant ist. Die Chemie zwischen den beiden funktioniert solide, aber das Enemies-to-Allies-Setup ist so offensichtlich telegrafiert, dass es kaum überrascht.
Kaufman weiß, wie man eine Eröffnungssequenz zieht – der Zeitcode (Noch 8 Stunden / Noch 7:55 / …) erzeugt echten Druck, und die Entdeckung am Ende, dass die Evakuierung wohl inszeniert war, ist ein solider Hook.