Stirb langsam auf dem Mars

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Amie Kaufman kann anscheinend nicht anders, als Weltraum-Geschichten zu schreiben, die man nicht mehr weglegen will und mit „Red Star Rebels” beweist sie dies erneut, diesmal als Einzelband statt als Serie.
Der Ausgangspunkt: Mars, 2067. Die Familie Graves hat den roten Planeten zu einem Flickenteppich aus Siedlungen gemacht, in dem sich jeder ein Stück vom Kuchen sichern will. Hunter Graves, der etwas zu selbstsichere Erbe des Firmenimperiums, taucht ausgerechnet in dem Moment auf der UN-Basis auf, in dem eine Notevakuierung ausgerufen wird und wird zurückgelassen. Mit im Boot: Cleo, eine Blinde-Passagierin mit scharfer Zunge und noch schärferem Überlebensinstinkt, die so gar keine Lust hat, ausgerechnet mit einem verwöhnten Millionärssohn ihre letzten Stunden zu verbringen. Denn die Evakuierung war nur Tarnung.
Was folgt, ist im Grunde „Stirb langsam” trifft „Kevin allein zu Haus” nur eben auf dem Mars und mit ordentlich Funken zwischen den beiden Hauptfiguren. Kaufman lässt keine Zeit für Durchhänger: Echtzeit-Countdown, Tempo von der ersten Seite an, dazu Dialoge, die tatsächlich witzig sind und nicht nur witzig sein wollen. Wer Tiefgang sucht, wird eher nicht fündig aber genau das muss dieses Buch auch gar nicht leisten. Es will ein Pageturner sein, und das ist es auch.