Tolle Grundidee mit viel liegen gebliebenen Potential
"Red Star Rebels" ist ein Scince Fiction Roman von Amie Kaufman, von dem ich nach Klappentext und Leseprobe dachte, dass er Potential zu einem Jahreshighligt haben könnte. Leider wurden meine Erwartungen jedoch nicht erfüllt und ich blicke mit gemischten Gefühlen auf dieses Buch zurück.
Begeistert haben mich von Anfang an das schöne Cover, welches einen atmosphärisch direkt auf den Mars fliegen lässt.
Auch die Aussage, dass das Setting und die Umstände von NASA-Wissenschaftlern als glaubwürdig eingestuft wurden und durchaus in der Zukunft so passieren könnte, fand ich sehr interessant und ließen mich gespannt auf das Buch blicken.
Die ersten 50 Seiten haben einen dann auch direkt mitten in die Geschichte geschmissen. Die Basis auf dem Mars muss evakuiert werden und durch unglückliche Umstände werden Cleo und Hunter zurückgelassen und bangen direkt mal ums Überleben. Der Einstieg ist gut gelungen und lässt einen zwar zügig in die Geschichte eintauchen, aber nicht das Gefühl haben mit dieser überfordert zu sein.
Danach geht es dann aber los mit Längen, dann wieder viel zu viel Hektik die das technische Verständnis außen vor lässt und zum Schluss ein Ende, welches hastig in viel zu wenig Seiten abgearbeitet wird.
Ich kam teilweise echt nicht hinterher, es wurde sich einfach viel zu wenig Zeit für die technischen und baulichen Gegebenheiten genommen und meiner Meinung nach zu viel als Gegeben vorausgesetzt.
Über die Protagonisten erfährt man zwar im Laufe der Geschichte einiges, auch was ihre Vergangenheit betrifft, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sie mir beide eher fremd geblieben sind.
Auch die Liebesgeschichte der beiden wirkte auf mich eher erzwungen, die Wendung von Abneigung zu völliger Zuneigung kam sehr plötzlich.
Was mich beim Lesen leider extrem gestört hat ist das Gendern mit Gendersternchen. Ich Zitiere hier einmal kurz:
"Mir ist gerade klar geworden, dass wir hier (...) über unsere Zwei-Personen-Rebellion gegen ein Top-Söldner*innenteam reden und dabei Kekse essen. Wir sind keine Actionheld*innen."
Ich hoffe wirklich, dass sich das nicht auf Dauer in Romanen durchsetzt. In wissenschaftlichen Texten mag das ja seine Berechtigung haben, aber in der Unterhaltungsliteratur stört es einfach ungemein den Lesefluss.
Und wenn es schon Gendergerecht sein soll, warum schaut man dann nicht, dass man eine Lösung ohne unnötige Sonderzeichen sucht? Statt Geldeintreiber*innen könnte man z.B. Geldeintreibende nutzen und ansonsten erfüllt das generische Maskulinum meiner Meinung nach immernoch seinen Zweck.
Insgesamt hat mich "Red Star Rebels" zwar nicht schlecht unterhalten, die Geschichte hatte aber definitiv ihre Schwächen und hat ihr Potential bei weitem nicht ausgenutzt. Sehr schade, denn die Grundidee und Storyline zusammen mit den wissenschaftlichen Hintergründen ist echt klasse!
Begeistert haben mich von Anfang an das schöne Cover, welches einen atmosphärisch direkt auf den Mars fliegen lässt.
Auch die Aussage, dass das Setting und die Umstände von NASA-Wissenschaftlern als glaubwürdig eingestuft wurden und durchaus in der Zukunft so passieren könnte, fand ich sehr interessant und ließen mich gespannt auf das Buch blicken.
Die ersten 50 Seiten haben einen dann auch direkt mitten in die Geschichte geschmissen. Die Basis auf dem Mars muss evakuiert werden und durch unglückliche Umstände werden Cleo und Hunter zurückgelassen und bangen direkt mal ums Überleben. Der Einstieg ist gut gelungen und lässt einen zwar zügig in die Geschichte eintauchen, aber nicht das Gefühl haben mit dieser überfordert zu sein.
Danach geht es dann aber los mit Längen, dann wieder viel zu viel Hektik die das technische Verständnis außen vor lässt und zum Schluss ein Ende, welches hastig in viel zu wenig Seiten abgearbeitet wird.
Ich kam teilweise echt nicht hinterher, es wurde sich einfach viel zu wenig Zeit für die technischen und baulichen Gegebenheiten genommen und meiner Meinung nach zu viel als Gegeben vorausgesetzt.
Über die Protagonisten erfährt man zwar im Laufe der Geschichte einiges, auch was ihre Vergangenheit betrifft, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sie mir beide eher fremd geblieben sind.
Auch die Liebesgeschichte der beiden wirkte auf mich eher erzwungen, die Wendung von Abneigung zu völliger Zuneigung kam sehr plötzlich.
Was mich beim Lesen leider extrem gestört hat ist das Gendern mit Gendersternchen. Ich Zitiere hier einmal kurz:
"Mir ist gerade klar geworden, dass wir hier (...) über unsere Zwei-Personen-Rebellion gegen ein Top-Söldner*innenteam reden und dabei Kekse essen. Wir sind keine Actionheld*innen."
Ich hoffe wirklich, dass sich das nicht auf Dauer in Romanen durchsetzt. In wissenschaftlichen Texten mag das ja seine Berechtigung haben, aber in der Unterhaltungsliteratur stört es einfach ungemein den Lesefluss.
Und wenn es schon Gendergerecht sein soll, warum schaut man dann nicht, dass man eine Lösung ohne unnötige Sonderzeichen sucht? Statt Geldeintreiber*innen könnte man z.B. Geldeintreibende nutzen und ansonsten erfüllt das generische Maskulinum meiner Meinung nach immernoch seinen Zweck.
Insgesamt hat mich "Red Star Rebels" zwar nicht schlecht unterhalten, die Geschichte hatte aber definitiv ihre Schwächen und hat ihr Potential bei weitem nicht ausgenutzt. Sehr schade, denn die Grundidee und Storyline zusammen mit den wissenschaftlichen Hintergründen ist echt klasse!