Zwischen Nähe und Aufbruch
Louise Kennedy hat mich mit den ersten Seiten von Red sofort in diese eigentümliche Mischung aus Enge, Kälte und jugendlicher Sehnsucht gezogen. Róisín ist fünfzehn, fühlt sich in ihrem irischen Heimatort fremd und findet in Red jemanden, der diese Fremdheit zu teilen scheint. Schon in der ersten Begegnung liegt deshalb mehr als bloße Faszination: das Gefühl, endlich auf jemanden zu treffen, der die eigene Andersartigkeit nicht erklären muss.
Besonders gefällt mir, wie Kennedy ihre Figuren nicht über große Erklärungen zeichnet, sondern über kleine Beobachtungen, Gesten und Details. Gleichzeitig ist da von Beginn an etwas Unheilvolles – etwas, das unter der Oberfläche dieser Freundschaft und späteren Beziehung liegt. Man ahnt, dass es hier nicht einfach um eine Coming-of-Age-Geschichte geht, sondern um die Frage, was Menschen einander bedeuten können und wo die Grenze dessen liegt, was man für einen anderen Menschen tun kann.
Nach Übertretung bin ich jedenfalls neugierig, wohin Kennedy diese Geschichte führt. Die Leseprobe verspricht einen Roman über Freundschaft, Verlust und die Sehnsucht nach einem anderen Leben – und über Menschen, die man vielleicht gerade deshalb nicht retten kann, weil man ihnen so nahe ist.
Besonders gefällt mir, wie Kennedy ihre Figuren nicht über große Erklärungen zeichnet, sondern über kleine Beobachtungen, Gesten und Details. Gleichzeitig ist da von Beginn an etwas Unheilvolles – etwas, das unter der Oberfläche dieser Freundschaft und späteren Beziehung liegt. Man ahnt, dass es hier nicht einfach um eine Coming-of-Age-Geschichte geht, sondern um die Frage, was Menschen einander bedeuten können und wo die Grenze dessen liegt, was man für einen anderen Menschen tun kann.
Nach Übertretung bin ich jedenfalls neugierig, wohin Kennedy diese Geschichte führt. Die Leseprobe verspricht einen Roman über Freundschaft, Verlust und die Sehnsucht nach einem anderen Leben – und über Menschen, die man vielleicht gerade deshalb nicht retten kann, weil man ihnen so nahe ist.