Berührend
Von Anfang an hat mich das Buch in den Bann gezogen, so authentisch geschrieben, dass ich, ohne jemals in Irland und Großbritannien gelebt zu haben, diese starke Atmosphäre miterleben konnte. Und ich habe auch einiges über die Geschichte zwischen Irland und England in den 1980er-Jahren gelernt. Das Buch ist so facettenreich. Man erlebt Róisín beim Erwachsenwerden, ihre Zwiespältigkeit, ihre Wut, ihre Scham, ihre Schuldgefühle, ihren starken Wunsch nach Liebe. Das wird so authentisch beschrieben. Ebenso der andere Protagonist, Red, eine komplexe Persönlichkeit, der gegen seine Sucht kämpft, sein Elternhaus früh verlässt. Nach und nach offenbart sich eine traumatische Geschichte. Auch all die anderen Personen wirken so echt, so miterlebbar, dass ich mich von der ersten bis zu letzten Seite hineingezogen gefühlt habe. Ein Buch, dass mich stark berührt hat, dass auch noch nachwirkt. Es macht einen oft traurig, gleichzeitig aber spendet es auch Trost. So wie das Leben eben ist. Ich kann das Buch sehr empfehlen. Es schult unsere Empathie und unser Verständnis für verschiedene Lebensperspektiven.