Beste Freunde für immer?
Das Buch 'Red' von Louise Kennedy kommt mit einem kurzen Titel und einem ansprechenden Cover daher. Die Darstellung ist in Grautönen gehalten und es lassen sich Assoziationen mit dem eher kühlen und regnerischen Irland herstellen. Red ist hier der Name des männlichen Protagonisten. Er begegnet der 15-jährigen Außenseiterin Róisín und zwischen dem sehr unabhängigen jungen Mann und Róisín, die für mich die Hauptperson des Romans ist, entwickelt sich eine besondere Beziehung.
Es gelingt Louise Kennedy in atmosphärischer Darstellung das Milieu einer irischen Kleinstadt der 80er-Jahre zu beschreiben. Ebenso klar und prägnant werden von ihr die Freuden und auch die Schmerzen einer sich entwickelnden Jugendliebe thematisiert. Nach der Schulzeit geht es für Róisín an die Uni, sie wird ihr Studium jedoch nicht abschließen und dann versuchen in London neue Möglichkeiten für sich zu finden. Es ist eine schwierige Zeit, das Geld ist sehr knapp und die Begegnungen mit ihrem Vater und dessen neuer Familie sind für die junge Frau aufwühlend. Hier kommt auch Red wieder ins Spiel, der schon länger in London wohnt und dessen Leben zunehmend ins Trudeln gerät, unter anderem durch Drogengeschichten. Im weiteren Verlauf des Romans gibt es verschiedene Sprünge und Perspektivwechsel und Louise Kennedy hat es dem Leser damit nicht ganz leicht gemacht, die Handlung über mehrere Jahrzehnte hinweg klar zu verfolgen. Es geht von der irischen Provinz über eine alternative, progressive Szene im London der 80er Jahre bis in die Anfänge der 2000er Jahre. Im Verlauf des Romans werden die Protagonisten mit Krisen, Sucht, Armut, politischen Unruhen und verpassten Lebenschancen konfrontiert. Die Zerrissenheit der Personen verdeutlicht uns die Botschaft, dass es leider nicht möglich ist, jemanden vor dem eigenen Abstieg zu retten. Trotz ihrer ehrlichen Bemühungen wird es Róisín also nicht gelingen, ihren Freund vor großem Leid zu bewahren.
Mir hat das Buch zu Beginn sehr gut gefallen, die Geschichte entwickelte Dynamik, ein Gefühl für Zeit, Ort und besonders für Róisíns Wirklichkeit stellte sich ein. Die Intensität ließ dann etwas nach, was ich der Struktur und den Zeitsprüngen zuschreiben würde. Dennoch ist es ein sehr lesenswerter Roman.
Es gelingt Louise Kennedy in atmosphärischer Darstellung das Milieu einer irischen Kleinstadt der 80er-Jahre zu beschreiben. Ebenso klar und prägnant werden von ihr die Freuden und auch die Schmerzen einer sich entwickelnden Jugendliebe thematisiert. Nach der Schulzeit geht es für Róisín an die Uni, sie wird ihr Studium jedoch nicht abschließen und dann versuchen in London neue Möglichkeiten für sich zu finden. Es ist eine schwierige Zeit, das Geld ist sehr knapp und die Begegnungen mit ihrem Vater und dessen neuer Familie sind für die junge Frau aufwühlend. Hier kommt auch Red wieder ins Spiel, der schon länger in London wohnt und dessen Leben zunehmend ins Trudeln gerät, unter anderem durch Drogengeschichten. Im weiteren Verlauf des Romans gibt es verschiedene Sprünge und Perspektivwechsel und Louise Kennedy hat es dem Leser damit nicht ganz leicht gemacht, die Handlung über mehrere Jahrzehnte hinweg klar zu verfolgen. Es geht von der irischen Provinz über eine alternative, progressive Szene im London der 80er Jahre bis in die Anfänge der 2000er Jahre. Im Verlauf des Romans werden die Protagonisten mit Krisen, Sucht, Armut, politischen Unruhen und verpassten Lebenschancen konfrontiert. Die Zerrissenheit der Personen verdeutlicht uns die Botschaft, dass es leider nicht möglich ist, jemanden vor dem eigenen Abstieg zu retten. Trotz ihrer ehrlichen Bemühungen wird es Róisín also nicht gelingen, ihren Freund vor großem Leid zu bewahren.
Mir hat das Buch zu Beginn sehr gut gefallen, die Geschichte entwickelte Dynamik, ein Gefühl für Zeit, Ort und besonders für Róisíns Wirklichkeit stellte sich ein. Die Intensität ließ dann etwas nach, was ich der Struktur und den Zeitsprüngen zuschreiben würde. Dennoch ist es ein sehr lesenswerter Roman.