Red

Düstere irische Lebensgeschichte

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Irland erlebt Anfang der 1980er Jahre eine Wirtschaftskrise, die Arbeitslosenzahlen sind hoch. Die Jugend sieht wenig Perspektiven für die Zukunft. In dieser Zeit begegnen sich Roisin und Red. Roisin kommt aus kleinen Verhältnissen, ist klug aber in der Schule eine Außenseiterin. Red hat mit seiner wohlhabenden Familie gebrochen, ist unberechenbar und schon früh dem Alkohol und Drogen zugetan. Obwohl sie keine klassische Liebesbeziehung haben, sind die beiden bald unzertrennlich. Roisin wird ihr Leben lang um Red kämpfen.

Ich habe das Buch nicht ungern gelesen, aber nach einem starken Anfang zieht sich die Geschichte ein wenig. Roisin ist eine verletzliche, aber dennoch starke Persönlichkeit, die lernen muss, mit ihren Widersprüchen umzugehen. Die Autorin hat dies fein herausgearbeitet. Der Grundton des Buches ist schwermütig, düster und die Beschreibung der Alkohol- und Drogenexzesse ist mir irgendwann zu viel gewesen. Nach einem Zeitsprung wird das Leben von Roisin als Erwachsener beschrieben und hier wird mir dann nicht klar, warum sie immer noch Red, den sie jahrelang nicht gesehen hat, finden will.

Ich habe vor einiger Zeit das Buch "Alle unsere Leben" von Christine Dwyer Hickey mit einem ähnlichen Thema gelesen. Es hat hat mir besser gefallen.