Lebenslange Freundschaft?
Der Roman greift gekonnt viele Themen auf, die ich wichtig finde: Die irische Abstammung der Figuren spielt eine Rolle, ihre unterschiedliche soziale Herkunft und Zugehörigkeit, das Aufwachsen in einem politisch gespaltenen Land mit strikten Moralvorstellungen sowie das schwierige Verhältnis zum englischen Königreich. Róisíns persönliche Familiengeschichte entwickelt sich auf interessante Weise. Alles driftet auseinander in ihrem Leben und fügt sich später neu zusammen. Lynne und Mary sind zwei Nebenfiguren, die mir gut gefallen haben. Auch die Verwandlung, die Barry im Roman durchmacht, fand ich überzeugend.
Das Thema Sucht und Selbstzerstörung nimmt nicht nur im Hinblick auf Red, Róisíns engen Jugendfreund, viel Raum ein. Die Freundschaft der beiden ist etwas Besonderes und wird stets nachvollziehbar geschildert. Hier wirkte der Roman absolut authentisch auf mich. Im London der 80-er Jahre in einem besetzten Haus zu leben ist hart, vor allem im Winter ohne Heizung. Die Tage, die Gedanken, die Gefühle sind vernebelt von Drogen und Alkohol, von Verrat und Eifersucht.
Es gab einige Passagen im Roman, die ich inhaltlich sehr bedrückend fand. Herausfordernd und stellenweise irritierend fand ich außerdem, dass die Dialoge nicht klar gekennzeichnet sind. Ohne Anführungszeichen ist nicht immer eindeutig, ob etwas gesagt oder nur gedacht wurde.
Róisín hat es mir mit ihrer derben Ausdrucksweise zudem oft schwergemacht, sie zu mögen. Und Reds unausgesprochene Wahrheit, die erst spät ans Licht kommt, hat sich für mich schon früh abgezeichnet und ich habe mich eher gewundert, warum ein Charakter wie Róisín da nicht genauer hinschaut. Nachdem mich vor allem der erste Teil des Romans begeistert hat, habe ich das Buch am Ende mit recht gemischten Gefühlen zugeklappt. Reds Schicksal wird mich wohl noch eine Weile beschäftigen. Insofern ist es eine durchaus eindringliche Geschichte, die nachhallt.
Das Thema Sucht und Selbstzerstörung nimmt nicht nur im Hinblick auf Red, Róisíns engen Jugendfreund, viel Raum ein. Die Freundschaft der beiden ist etwas Besonderes und wird stets nachvollziehbar geschildert. Hier wirkte der Roman absolut authentisch auf mich. Im London der 80-er Jahre in einem besetzten Haus zu leben ist hart, vor allem im Winter ohne Heizung. Die Tage, die Gedanken, die Gefühle sind vernebelt von Drogen und Alkohol, von Verrat und Eifersucht.
Es gab einige Passagen im Roman, die ich inhaltlich sehr bedrückend fand. Herausfordernd und stellenweise irritierend fand ich außerdem, dass die Dialoge nicht klar gekennzeichnet sind. Ohne Anführungszeichen ist nicht immer eindeutig, ob etwas gesagt oder nur gedacht wurde.
Róisín hat es mir mit ihrer derben Ausdrucksweise zudem oft schwergemacht, sie zu mögen. Und Reds unausgesprochene Wahrheit, die erst spät ans Licht kommt, hat sich für mich schon früh abgezeichnet und ich habe mich eher gewundert, warum ein Charakter wie Róisín da nicht genauer hinschaut. Nachdem mich vor allem der erste Teil des Romans begeistert hat, habe ich das Buch am Ende mit recht gemischten Gefühlen zugeklappt. Reds Schicksal wird mich wohl noch eine Weile beschäftigen. Insofern ist es eine durchaus eindringliche Geschichte, die nachhallt.