REM

Schlaf ist keine Zuflucht - absolut fesselnd

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Die Leseprobe von REM hat mich sofort in eine beklemmende Stimmung gezogen. Die Vorstellung, dass Träume aufgezeichnet werden können und der nächste Schlaf dein letzter sein könnte, ist nicht nur spannend, sondern zutiefst verstörend. Genau diese Horror-Komponente macht die Geschichte so intensiv.

Der Einstieg mit der vierjährigen Alysee ist erschütternd. Ihr Vater fleht sie an, wach zu bleiben – und als sie die Augen wieder öffnet, ist er bestialisch ermordet. Diese Szene brennt sich ein. Man spürt die Angst, die Ohnmacht und dieses Gefühl, dass hier etwas Unfassbares begonnen hat. Dass Alysee ihr ganzes Leben mit der Angst vor dem Einschlafen verbringt, macht sie zu einer unglaublich greifbaren Figur. Dieses Trauma begleitet jede Seite.

Der Schreibstil ist flüssig und erzeugt eine unterschwellige Anspannung, wie ich sie von Sebastian Fitzek kenne – aber hier schwingt zusätzlich eine dunkle, fast schon albtraumhafte Note mit. Es ist nicht nur psychologischer Nervenkitzel, sondern ein Horror, der sich langsam aufbaut und unter die Haut kriecht.

Besonders das Vermächtnis ihres Vaters verspricht eine Eskalation der Ereignisse. Man merkt schnell, dass das Grauen von damals längst nicht abgeschlossen ist – es fühlt sich eher an wie der Auftakt zu etwas noch viel Größerem und Unheimlicherem.

Das Cover passt perfekt: düster, intensiv und mit genau dieser kalten Atmosphäre, die auch die Leseprobe transportiert.

Für mich hat REM das Potenzial zu einem Horror-Thriller, der nicht nur Spannung liefert, sondern einem wirklich den Schlaf rauben kann. Und genau das erwarte ich von diesem Genre.