REM

Düstere Atmosphäre, aber kein überzeugendes Finale

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v.kuhlmann_1808 Avatar

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Der Roman REM von Sebastian Fitzek und Annika Strauss war für mich eine mit Spannung erwartete Neuerscheinung, da er Psychothriller-Elemente mit Horror verbindet.
Die Atmosphäre des Buches ist durchgehend spannend und wird von düsteren, teilweise wirklich gruseligen Momenten getragen. Besonders gut gefallen hat mir das Setting: ein altes Hotel kombiniert mit einem Schlaflabor – eine ungewöhnliche, aber sehr passende Wahl, die sofort eine beklemmende Stimmung erzeugt. Auch der Schreibstil ist angenehm leicht zu lesen, wodurch man schnell durch die Seiten kommt und das Buch kaum aus der Hand legen möchte.
Bis etwa zur Hälfte konnte mich die Geschichte wirklich fesseln. Die Grundidee ist spannend und bietet viel Potenzial. Leider hat mich der Roman gegen Ende zunehmend verloren. Die Handlung wurde für meinen Geschmack etwas skurril und wirkte stellenweise unpassend und konstruiert. Hier hätte man deutlich mehr aus der Geschichte herausholen können.
Auch die Plottwists konnten mich nicht wirklich überraschen oder nachhaltig begeistern, da sie recht vorhersehbar wirkten. Zudem empfand ich die eingebaute Liebesgeschichte als unpassend und eher störend für die ansonsten düstere Grundstimmung.
Insgesamt ist REM ein Buch mit einer starken Ausgangsidee und einer gelungenen Atmosphäre, das jedoch besonders im letzten Drittel an Überzeugungskraft verliert. Für zwischendurch ist es dennoch eine unterhaltsame Lektüre, auch wenn das Ende meine Erwartungen leider nicht erfüllen konnte.